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Salmrohr: FSV ist dem Ausgleichstreffer nahe, verliert aber erneut

Fußball : Salmrohr ist dem Ausgleichstreffer nahe, verliert aber am Ende wieder

Oberliga: FSV verliert gegen Alemannia Waldalgesheim, das seine Treffer zu Beginn der zweiten Halbzeit schießt und den homogeneren Eindruck macht

Es bleibt dabei: Der FSV Salmrohr kann in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zuhause einfach nicht mehr gewinnen. Das 1:2 (0:1) am Mittwochabend gegen den SV Alemannia Waldalgesheim war die sechste Niederlage vor heimischem Publikum in Folge. Dabei steckt der FSV vor dem Derby am Samstag, ab 14 Uhr, im Moselstadion bei Eintracht Trier auf dem letzten Tabellenplatz der Nordgruppe fest.

Was Trainer Lars Schäfer und seinem Team aber Mut macht: Im Vergleich mit dem Tabellendritten waren die Salmrohrer am Ende drauf und dran, trotz der Nackenschläge zu Beginn der beiden Halbzeiten noch den Ausgleich zu erzielen. In der 82. Minute hatte Daniel Bartsch mit einem Pass in die Tiefe die zum Schluss immer wackligere Defensive der Rheinhessen ausgehebelt und mustergültig Anton Moroz bedient. Der stand frei vor Waldalgesheims Torwart Pasquale Patria, schloss aber zu hektisch ab und drosch den Ball in den Salmrohrer Abendhimmel.

Der in der zweiten Hälfte immer agiler werdende FSV-Flügelflitzer hatte 15 Minuten vorher auch für den Anschlusstreffer gesorgt, als er klug von Nico Toppmöller bedient worden war. Der Ukrainer schloss dann aus halblinker Position erfolgreich ab.

Nach dem Treffer lösten sich die Fesseln bei den Gastgebern. Vor 134 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz stemmten sie sich nun mit viel Einsatz und Leidenschaft gegen die nächste Pleite. Lange Bälle und intensiv geführte Zweikämpfe sorgten immer wieder für Gefahr im Strafraum der Waldalgesheimer, die sich mehr und mehr zurückzogen.

Zumindest in der ersten Hälfte hatte Salmrohr trotz des klaren Appells von Trainer Schäfer vor dem Anpfiff („Wir müssen mehr laufen, mehr kämpfen, mehr beißen“) aber die letzte Konsequenz vermissen lassen.

Die Alemannia (bei der der grippekranke Coach Aydin Ay fehlte und durch seine Assistenten Marcel Fennel und Christoph Schunck ersetzt wurde) wirkte da homogener, cleverer, zielstrebiger – und hatte auch Glück: Beim 0:1 lenkte der auf der Torlinie stehende Gianluca Bohr den Ball nach einem Kopfstoß von Lukas Manneck ins eigene Netz. Zuvor hatte der später noch mehrfach stark parierende Sebastian Grub abwehren können (11.).

Der erstmals nach seiner auskurierten Muskelverhärtung mitwirkende Julian Bidon probierte es mal aus der zweiten Reihe (16.) – sein abgefälschter Schuss war für eine ganze Weile die einzige halbwegs nennenswerte Offensivaktion der Salmrohrer, denen es insgesamt an Durchschlagskraft im letzten Drittel fehlt.

Ums Haar hätte Waldalgesheim bereits nach 23 Minuten nachgelegt. Nach einer weiteren Ecke von rechts strich Linus Wimmers Schuss nur ganz knapp vorbei. Erst in den letzten Minuten vor dem Halbzeitpfiff wurde der FSV im Spiel nach vorne zwingender: Hendrik Thuls Versuch wurde im letzten Moment noch abgefälscht (43.).

Mit neuem Elan kam Salmrohr aus der Kabine – und sah sich in der 55. Minute nach einem von Nik Rosenbaum erfolgreich abgeschlossenen Konter mit 0:2 hinten.

Geschlagen gaben sich die Gastgeber indes noch lange nicht.

FSV Salmrohr – SV Alemannia Waldalgesheim 1:2 (0:1)

FSV Salmrohr: Sebastian Grub - Lucas Abend, Maurice Neukirch (70. Louis Thul), Marcel Giwer, Gianluca Bohr, Maximilian Düpre, Nico Toppmöller, Anton Moroz, Daniel Bartsch, Julian Bidon (69. Niklas Lames), Hendrik Thul.

SV Alemannia Waldalgesheim: Pasquale Patria - Julius Haas, Lukas Manneck, Philipp Gänz (80. Niklas Brach), Felix Pauer, Serdal Günes, Linus Wimmer (59. Nils Gräff), Nik Rosenbaum, Nico Siegert, Oliver Schmitt (75. Vincenzo Bilotta), Michael Widera (90. Felix Reißmann).

Schiedsrichter: Giuseppe Geraci (Homburg) - Zuschauer: 134

Tore: 0:1 Gianluca Bohr (11. Eigentor), 0:2 Nik Rosenbaum (53.), 1:2 Anton Moroz (67.)