1. Sport
  2. Sport aus der Region

Salmrohr: FSV ist jetzt zum Siegen verdammt

Fußball : Salmrohr ist jetzt zum Siegen verdammt

Der Druck auf den Fußball-Oberligisten erhöht sich nach der Niederlage in Eppelborn. FSV-Trainer Schäfer warnt vor Montags-Gegner Speyer.

Lars Schäfer, über viele Jahre hinweg auf gehobenem Amateurniveau aktiv und nun schon lange im Trainergeschäft, weiß, dass im Fußball oft Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen. Im Großen und Ganzen war das, was seine Salmrohrer Mannschaft im Auswärtsspiel der Oberliga-Abstiegsrunde beim FV Eppelborn (1:2) bot, okay. Mittelfeldspieler Maurice Neukirch wusste indes, dass „wir zu Beginn der beiden Hälfte etwas gebraucht haben, um ins Spiel zu finden“. Gerade im zweiten Durchgang war der FSV anfangs mal wieder zu passiv, kam nicht in die Zweikämpfe und ließ sich von der wendig-physischen Gangart der saarländischen Gastgeber beeindrucken.

„In den entscheidenden Momenten machen wir dumme Fehler“, stellte Schäfer in seiner Analyse fest – und schob nach: „Das nervt mich langsam.“ So hatte auch der Führungstreffer durch Gianluca Bohr in der 33. Minute (per Kopf erzielte er nach Ecke von Daniel Bartsch seinen ersten Oberligatreffer seit vier Jahren, damals ebenfalls in Eppelborn) nicht lange Bestand. 36 Minuten waren absolviert, da zog André Dalphin einen Freistoß von Linksaußen scharf nach innen. Valdrin Dakaj irritierte Schlussmann Sebastian Grub erfolgreich – und der Ball senkte sich ins lange Eck. Das zum Freistoß führende Foul von Neukirch war in die Kategorie „unnötig“ einzuordnen. Unzureichend zudem die Klärungsaktion von Niklas Lames fünf Minuten vor Schluss: Lukas Schido konnte so flanken. Am langen Pfosten nahm Dakaj Maß und zimmerte das Spielgerät an die Lattenunterkante, von dort überschritt der Ball dann die Torlinie (85.).

Im Angriff mühte sich diesmal Christian Schroeder, der für den zuletzt glücklosen Hendrik Thul ran durfte. Mit Oberschenkelbeschwerden verließ Schroeder nach knapp einer Stunde das Feld – und muss nun auch um seine Einsatzfähigkeit am Ostermontag, 15.30 Uhr, im Salmtalstadion gegen Schlusslicht FC Speyer 09 bangen.

„Wir wollten hier alles, nur nicht verlieren“, sagte Schroeder, als er nach der Partie niedergeschlagen vom Spielfeld des Illtalstadions Richtung Kabine humpelte.

Coach Schäfer wird nicht müde zu betonen, dass es „um alles geht“. Weiterhin hat er seine Zweifel, dass dieses Bewusstsein bei jedem seiner Spieler wirklich angekommen ist. Die leistungsmäßigen Wellentäler während der 90 Minuten sind beim FSV momentan zu groß. „Wir müssen aufhören, rumzukleckern. Es wird Zeit, dass wir die Ärmel hochkrempeln“, verschärft Schäfer im Abstiegskampf noch mal den Ton.

Speyer ist zwar in der Tabelle abgeschlagen, gewann zuletzt aber immerhin mit 4:2 gegen Hassia Bingen. Der FSV-Coach warnt gar vor einem „brutal schweren Spiel. Wenn wir da nur mit 50 Prozent auflaufen, kriegen wir auf den Hintern geschlagen“. Zwei weitere Heimspiele an den darauffolgenden Samstagen gegen den FSV Jägersburg und die SV 07 Elversberg II schließen sich an. Bis Ende des Monats sind die Salmrohrer zum Siegen verdammt, um den Klassenverbleib (bei aktuell sieben Absteigern) nicht frühzeitig aus den Augen zu verlieren.