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Salmrohr: FSV muss wegen 14 fehlender Spieler passen

Fußball : 14 fehlen: Salmrohr muss passen

Fußball: Corona-Kranke und Verletzte – der FSV muss sein Abstiegsrunden-Heimspiel gegen Speyer verschieben. Julian Bidon spielt sogar mit dem Gedanken aufzuhören.

Voll erwischt hat es den FSV Salmrohr – und das just vor dem geplanten ersten Heimspiel in der Abstiegsrunde der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am Samstag gegen den FC Speyer 09, das nun verschoben werden muss.

Nach Angaben des FSV-Vorsitzenden Christian Rauen gab es am Donnerstagnachmittag ein halbes Dutzend Corona-Fälle im Team. Hinzu kamen acht Verletzte. Nur noch elf einsatzfähige Spieler bekam Trainer Lars Schäfer zusammen. Laut Spielordnung des Regionalverbands müssen einer Mannschaft indes 16 Akteure, davon zwei Torleute, zur Verfügung stehen.

Einerseits hätte man gerne gespielt, um nach dem 2:3 am vergangenen Sonntag bei der SV 07 Elversberg II die ersten Punkte in der um den Kampf gegen den Abstieg entscheidenden Frühjahrsrunde anzupeilen, sagt Schäfer im TV-Gespräch. „Aber so hätte es überhaupt keinen Sinn gemacht, zumal wir ja unter den vermeintlichen fitten Jungs auch noch einige dabei haben, die nach einer überstandenen Corona-Infektion noch längst nicht bei 100 Prozent sind.“

Besonders schwerwiegend und langwierig ist unterdessen der Ausfall von Julian Bidon. Der offensive Mittelfeldspieler zog sich in der Nachspielzeit der Partie in Elversberg einen doppelten Bruch des Unterkiefers zu (TV berichtete) und wurde zu Wochenbeginn in der Homburger Uniklinik operiert.

„Bei einem Zweikampf hatte ich plötzlich den Ellenbogen eines gegnerischen Spielers im Gesicht. Dann hat sich alles verschoben bei mir. Ich habe Blut gespuckt und war in einem Schockzustand“, berichtet der 31-Jährige, dessen acht Treffer in der Oberliga-Vorrunde so manch wichtigen Punkt für die Salmrohrer bedeuteten. Mit einer Metallplatte und Drähten wurde der Unterkiefer fixiert. „Die nächsten Wochen kann ich nur Suppe zu mir nehmen“, stellt sich der aus Oberleuken im nordwestlichen Saarland stammende und mittlerweile in Wolsfeld in der Südeifel lebende Bidon auf eine harte Zeit ein. Die laufende Saison hakt er ab. Aktuell macht sich Bidon unter dem Eindruck der schweren Verletzung sogar Gedanken, „ob ich überhaupt noch mal die Schuhe schnüre“. Seinem Team drückt er im Kampf um den Klassenverbleib ganz fest die Daumen: „Ich habe kein schlechtes Gefühl und glaube, dass es die Jungs auch ohne mich schaffen.“

Angedachter Nachholtermin für die Partie gegen Speyer ist unterdessen der Ostermontag, 18. April. „Dazu müssten wir aber unser Auswärtsspiel beim FV Eppelborn von Karsamstag auf Gründonnerstag verlegen können, um nicht zweimal binnen 48 Stunden spielen zu müssen“, lässt Vorsitzender Rauen durchblicken und kündigte noch weitere Gespräche mit Verband und gegnerischen Vereinen an.