1. Sport
  2. Sport aus der Region

Salmrohr: FSV trainiert noch, spielt aber dieses Jahr nicht mehr

Fußball : Salmrohr trainiert noch, spielt aber dieses Jahr nicht mehr

Fußball-Oberliga: FSV will in der Pause neue Spieler holen.

Die Hoffnung des FSV Salmrohr, die Positivserie in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar nach den beiden Siegen gegen Karbach (4:1) und Kaiserslautern II (3:1) noch in diesem Jahr fortsetzen zu können, ist dahin: Nachdem die Politik nun auch bei Außenveranstaltungen die 2G-Regel vorschreibt, hatte sich die TuS Koblenz angesichts mehrerer ungeimpfter Spieler am vergangenen Wochenende außerstande gesehen, im Salmtalstadion anzutreten (TV berichtete). Nun sagte auch der FV Engers 07 die für den kommenden Samstag geplante Partie gegen den FSV ab. Martin Hahn, der Vorsitzende des Traditionsvereins aus dem Neuwieder Stadtteil, spricht gegenüber dem TV in erster Linie von praktischen Gründen: Nachdem das Gastspiel in Karbach wegen eines positiven Corona-Tests beim Gegner bereits abgesagt worden war, „hätte es nach einer dann vierzehntägigen Unterbrechung wenig Sinn gemacht, vor der langen Winterpause noch mal alles hochzufahren“, so Hahn. Der Engerser Verantwortliche hätte sich indes vom Regionalverband Südwest eine klarere Kante gewünscht: „Dann hätte es gleich eine einheitliche Linie gegeben und man hätte diesen Eiertanz vermieden.“

Hier pflichtet ihm Salmrohrs Trainer Lars Schäfer bei: „Auf einmal hatten die Vereine ein Mitspracherecht, ob sie spielen wollen oder nicht. Das gibt es ja sonst auch nicht immer so beim Verband.“ Nicht auszuschließen ist nach Ansicht des FSV-Coachs, dass „der eine oder andere Verein die Situation ausgenutzt hat, weil er generell personelle Probleme hatte und mit frischen Kräften lieber erst im Frühjahr wieder spielt“. Seinen Ex-Club Engers klammert er bei dieser Kritik indes ausdrücklich aus.

In Salmrohr gehen sie davon aus, dass die beiden Nachholpartien nun ab Anfang März ausgetragen werden. Vor der wochenlangen Pause hat Schäfer ein etwas mulmiges Gefühl: Einige seiner Spieler kamen mit einigen Kilos zu viel aus der letzten (allerdings viel längeren) Pause, als die 2020/21er Runde Ende Oktober abgebrochen wurde und coronabedingt auch nicht wieder fortgesetzt werden konnte. In dieser Woche plant Schäfer noch drei volle Einheiten, und auch in der Woche darauf will er zum Training bitten. Ein ausgefeiltes Fitnessprogramm möchte er seinen Akteuren anschließend nicht mit auf den Weg geben, betont aber: „Ich setze auf die Eigenverantwortung der Jungs.“ Eine Gewichtskontrolle soll zum Start der Wintervorbereitung am 1. Februar Indikator dafür sein, wie viel die Spieler an sich gearbeitet haben. „Wer zugelegt hat, wird zur Kasse gebeten“, kündigt Schäfer an.

Gemeinsam mit FSV-Fußballchef Karl-Heinz Kieren ist er darum bemüht, den Kader zu verstärken: Weiterhin sind die Salmrohrer auf der Suche nach einem Angreifer und wollen zudem noch einen Abwehrspieler verpflichten: Während Lucas Lautwein, Kai Bernard und Hendrik Thul im neuen Jahr wieder fit sein sollen, ist die Rückkehr des dauerhaft am Knie verletzten Michael Dingels nach wie vor unklar. Schäfer: „Weil Marcel Giwer im ersten Quartal berufsbedingt fehlt, haben wir mit Max Düpre und Marvin Munzel dann eventuell nur noch zwei gelernte Innenverteidiger . Das ist dann doch etwas dünn.“

Nachdem der mitspielende Co-Trainer Giancarlo Pinna den Verein aus privaten Gründen Anfang November verlassen hatte, habe es Kontakt zu zwei potenziellen neuen Assistenten gegeben, so Schäfer. Engagements zerschlugen sich jedoch. Ob Schäfer im restlichen Saisonverlauf noch auf einen „Co“ setzen kann, ist aktuell (sehr) fraglich. So oder so will er  mit dem FSV „alles versuchen, den Klassenerhalt zu schaffen. Das ist unser Anspruch, und es wäre auch für die ganze Region wichtig, wenn es neben Eintracht Trier noch einen weiteren Club gibt, der relativ hoch spielt“.