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Salmrohr: Trainer Schäfer erwartet eine Reaktion

Fußball : Coach Schäfer erwartet eine Reaktion

Fußball: Salmrohr will  beim FC Karbach die 1:7-Schlappe gegen Gonsenheim vergessen machen.

Die letzten Minuten der jüngsten Oberliga-Partie gegen den SV Gonsenheim waren für Salmrohrs Schlussmann Sebastian Grub besonders schmerzhaft: Mit seinem Team taumelte er beim Stand von 1:7 dem Abpfiff entgegen, und selbst konnte der 34-Jährige nur noch humpeln, wurde aber aufgrund des bereits aufgebrauchten Wechselkontingents nicht mehr ausgetauscht.

Vor dem heutigen Duell beim Tabellendritten FC Karbach (20 Uhr, gespielt wird in Gondershausen, da das Flutlicht in Karbach defekt ist) konnte Grub indes wieder Entwarnung geben: „Es handelt sich wohl nur um eine Verhärtung in der Leiste und nicht um eine Zerrung. Wichtig war, dass mich unser Physiotherapeut Rouven Klaes bereits kurz nach dem Gonsenheim-Spiel intensiv behandelt hat.“

Am Debakel gegen die Mainzer hat Grub indes noch zu knabbern: „Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison: Alle paar Wochen bekommen wir solch einen brutalen Tiefschlag. Wir müssen es einfach schaffen, in jedem Spiel 90 Minuten Einsatz, Willen und Leidenschaft zu zeigen – und nicht nur in Highlightspielen wie etwa vor kurzem in Trier.“ Bei der Eintracht gewann der FSV überraschend mit 2:1.

Gerade nach Platzverweisen – die Ampelkarte gegen Jan Umlauf am Samstag war die dritte für einen Salmrohrer in Folge – müsse das Team cleverer agieren und dürfe sich nicht so hängen lassen, zumal ja auch das Torverhältnis am Ende über den Klassenverbleib entscheiden könne, betont der seit dem verletzungsbedingten Langzeitausfall von Michael Dingels (auch) als Kapitän agierende Grub.

Das dauerhafte Fehlen der Abwehrsäule ist für den FSV-Keeper ein wichtiger Grund, warum es nur zu 13 Punkten aus 18 Partien reichte. „Auch Gustav Schulz fiel lange aus. Spieler, die ebenfalls eine gute Rolle spielen sollten, wie Giancarlo Pinna und Marco Unnerstall, haben uns sogar mittlerweile verlassen.“

Hohe Niederlagen wie das 0:7 in der Hinrunde in Waldalgesheim, das 1:7 gegen Gonsenheim oder das 0:4 bei den Sportfreunden Eisbachtal im vergangenen Auswärtsmatch beschäftigen auch Salmrohrs Trainer Lars Schäfer: „Man hatte da das Gefühl, dass sich die Mannschaft aufgibt. Das kann ich absolut nicht tolerieren.“

Unabhängig vom Ergebnis erwartet Schäfer beim FC Karbach, der dicht vor dem Erreichen der Aufstiegsrunde ist, von seiner Elf „eine klare Reaktion – und das jeder von der ersten bis zur letzten Minute alles im läuferischen und kämpferischen Bereich gibt“.

Max Düpre ist nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder dabei und dürfte in die Innenverteidigung rücken. Um der Offensivstärke der Gastgeber Herr zu werden, liebäugelt Schäfer damit, eine Fünfer-Abwehrkette aufzubieten. Auf der linken Außenbahn fällt der erkrankte Anton Moroz aus.