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Salmrohr: Trainer Schäfer fordert von allem viel mehr

Fußball : Salmrohrs Trainer fordert von allem viel mehr

Fußball-Oberliga: FSV empfängt Alemannia Waldalgesheim.

Trotz zuletzt fünf Oberliga-Pleiten in Folge hat Lars Schäfer, Trainer des FSV Salmrohr, seinen Humor nicht verloren. Vor dem Heimspiel am heutigen Mittwoch, 20 Uhr, auf dem frisch reparierten Kunstrasen gegen Alemannia Waldalgesheim, merkt der 39-Jährige mit einem Augenzwinkern an: „Der Platz hat seine Generalprobe mit Bravour bestanden. Wenn das kein gutes Omen für unser Spiel ist.“ Dabei verweist er auf das 9:0 des FSV II am Samstagabend in der Kreisliga C Mosel gegen die SG Minderlittgen-Hupperath II. Zur gleichen Zeit erlebte Schäfer mit seinem Team beim 0:3 im Kellerduell in Emmelshausen einen neuen Tiefschlag. Begriffe wie „Oberliga-unwürdig“ machten nach dem trostlosen Gekicke der Salmrohrer in Halbzeit zwei die Runde. Schäfer weiß, dass „wir in unserer aktuellen Situation viel mehr machen müssen – nämlich mehr laufen, mehr kämpfen, mehr beißen“.

Die vom früheren Trierer Regionalligaspieler Aydin Ay gecoachten Gäste durchleben ähnlich wie der FSV derzeit keine gute Phase. Das jüngste 0:4 gegen Karbach war die dritte Niederlage hintereinander. Schmerzlich vermisst wurden zuletzt nicht nur mehrere Verteidiger, sondern mit Can Özer just auch jener Angreifer, der den Salmrohrern schon zwei Mal gewaltig das Fürchten lehrte: In der vergangenen Corona-Abbruchsaison steuerte er sämtliche Treffer beim 4:1 der Rheinhessen im Salmtalstadion bei. Dreimal traf der kurze Zeit später am Meniskus operierte Özer im Hinspiel der aktuellen Runde. Ende August ging Salmrohr mit 0:7 in Waldalgesheim unter. Alleine diese Schmach soll für Schäfers Elf Anlass genug sein, hochmotiviert in die heutige Partie zu gehen: „Wer da nicht auf eine Revanche brennt, soll mir das sagen. Der kann gleich zu Hause bleiben.“

Auf Teufel-komm-raus will Schäfer sein Team aber nicht stürmen lassen. Das frühe Pressing ging in Emmelshausen ziemlich schief. Zu groß waren phasenweise die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen. Bereits vor dem Abschlusstraining am Dienstagabend legte sich der FSV-Coach fest, dass der vor rund zwei Wochen verpflichtete Maurice Neukirch von Beginn an im zentralen Mittelfeld spielt: „Der Junge hat nach seiner Einwechslung viel positive Energie ausgestrahlt und offensiven Schwung entwickelt.“

Die zuletzt noch weiter pausierenden Julian Bidon (nach überstandener Oberschenkelverhärtung) und Giancarlo Pinna (klagte am Samstag kurzfristig über Unwohlsein) sollen nun wieder fit sein. Weiter ausfallen werden Michael Dingels, Kai Bernard, Lucas Lautwein, Gustav Schulz und Alex Kirsch, der aber zumindest wieder das Lauftraining aufgenommen hat.