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Schleid/Leudersdorf: Fertigmachen zum Feiern!​

Fußball : Fertigmachen zum Feiern!

Das klare 3:0 bei Verfolger TuS Ahbach lässt keine  Zweifel mehr aufkommen: Der SV Schleid wird Meister der A-Klasse Eifel und steigt erstmals in der Vereinsgeschichte in die Bezirksliga auf. Ehe die ganz große Sause steigt, dauert es aber wohl noch bis kommenden Sonntag.

Es hatte sich angedeutet, nun ist es wahr geworden: Der TuS Ahbach hat sich nach der neuerlichen 0:3-Niederlage gegen den SV Schleid aus dem Titelrennen verabschiedet und spielt hier keine Rolle mehr. Bereits bei den hohen Niederlagen am vorigen Sonntag bei der SG Stahl/Mötsch (0:7) sowie beim SV Neunkirchen-Steinborn vergangenen Donnerstag (2:4) hatte Ahbach mit Personalengpässen zu kämpfen. Das Verletzungspech blieb dem Tabellendritten auch in der Partie gegen Schleid treu: Philipp Schwarz musste nach einem Pressschlag in der 35. Minute durch Christoph Schmitz ersetzt werden. Weil dieser nach einer schmerzhaften Zerrung in der Kabine blieb und vom etatmäßigen Stürmer Luka Cläsgens als Rechtsverteidiger ersetzt wurde, musste Spielertrainer Daniel Clausen sein gesamtes Konstrukt umstellen.

„In der ersten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Mit dem 0:2, als wir bei einem schnell ausgeführten Freistoß gepennt haben, war es dann aber vorbei. Wir haben alles reingeworfen, es hat aber einfach nicht gereicht. So hat sich die individuelle Klasse von Schleid am Ende doch durchgesetzt“, fand Clausen die Gründe für das 0:3.

Es war die erste Heimniederlage für den TuS Ahbach in dieser Saison. Clausen kramte noch tiefer in der Historie und fand heraus, dass „es die erste Niederlage zu Hause seit März 2019 war, auch wenn die Corona-Abbrüche dazwischen kamen und für viel weniger Spiele als sonst gesorgt hatten.“ Schleids Spielertrainer Taner Weins, der sich nach überstandener Bandscheibenverletzung in der 75. Minute für Nicolas Hartmann selbst eingewechselt hatte, bilanzierte eine erste Halbzeit, in der „wir kein Tempo und keine Passschärfe reinbekommen hatten. Erst nach dem Wechsel haben wir mehr über die Außen gespielt und die Räume bekommen“.

Nach Foul an Marius Hugo zirkelte Sebastian Ting den Freistoß in der 51. Minute ins lange Eck (51.). Nur sieben Minuten später zog Nico Britz nach Vorlage von Ting aus dem Halbfeld nach innen und schloss den Angriff zum 0:2 erfolgreich ab (58.). „Mit dem zweiten Tor war Ahbachs Gegenwehr gebrochen. Da steckte ihnen offenbar noch das Donnerstagsspiel in Neunkirchen in den Knochen. Doch sie waren auch sehr ersatzgeschwächt“, befand Weins. Den Sack machte Arthur Hartwick zu, der von einem Querpass in den Rückraum von Julian Ewen profitierte (85.). Weins sagte, dass „wir eine richtig gute Leistung gebracht haben und alles für uns gelaufen ist. Wir sind mehr gelaufen, haben die Zweikämpfe gewonnen und verdient die Tore gemacht. Oliver Becker und Jannick Rings haben defensiv gar nichts mehr zugelassen“.

Der SV Schleid kann sich nun am nächsten Sonntag vorzeitig zum Meister krönen, wenn er sein letztes Heimspiel gegen die SG Wiesbaum nicht verliert. „Wir haben es selbst in der Hand und können den Bezirksligaaufstieg klar machen“, weiß Weins, was auf dem Spiel steht.

TuS Ahbach - SV Schleid 0:3 (0:0)

Ahbach: Christoan Rieder - Daniel Clausen, Manuel Hermes, Philipp Schwarz (35. Christoph Schmitz, 46. Luka Cläsgens, Luca Jonas, Nils Müller, Nicolas Clausen, Nicolas Müller, Thomas Schmitz (72. Elias Stratmann), Lucas Wuttgen (65. Tobias Barger), Tom Schlösser

Schleid: Dominik Braun - Jannick Rings, Dennis Wadych, Nicolas Hartmann (77. Taner Weins), Oliver Becker, Tim Hartmann, Sebastian Ting, Eugen Hartwick (73. Julian Ewen), Marius Hugo, Nico Britz (64. Veron Pandozzi), Arthur Hartwick (88. Boris Niesen)

Schiedsrichter: Philipp Michels (Lissendorf) - Zuschauer: 250

Tore: 0:1 Sebastian Ting (51.), 0:2 Nico Britz (58.), 0:3 Arthur Hartwick (85.)