Sieg für Trierer Gladiators: Riesen vom Rhein stolpern an der Mosel

Basketball : Sieg für Trierer Gladiators: Riesen vom Rhein stolpern an der Mosel

Flaute beendet: Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge hat Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier wieder gewonnen. Vor 2057 Zuschauern in der Arena gab es gegen Aufsteiger Bayer Giants Leverkusen am Samstagabend einen 78:69-Erfolg.

Leverkusen startete schwungvoll und kam schnell zu zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen. Trier steigerte sich ab Mitte des ersten Viertels. Als Jordan Geist hier in der drittletzten Minute erstmals aus der Distanz per Dreier traf, wuchs der Vorsprung der Gladiatoren sogar auf 21:14. Die vom 1993er Europameister Hans-Jürgen „Hansi“ Gnad trainierten Riesen vom Rhein konnten es dem Unvermögen von Kilian Dietz verdanken, dass sie nur mit einem Fünf-Punkte-Rückstand in die erste Viertelpause gingen (17:22) – der Centerspieler versemmelte Sekunden vor der Sirene einen Korbleger.

Die Miene von Gnad verfinsterte sich in den zweiten zehn Minuten: Als auch Lucien Schmikales Dreier saß, lagen die Hausherren gar mit 32:19 vorne (13.). Leverkusen, das sich kurz vor dem Spiel noch mit Allroundspieler Sheldon Eberhardt (von Bundesligist Mitteldeutscher BC) verstärkt hatte und dafür Eric Cooper ziehen ließ, brachte es wenig später nicht fertig, vier Freiwürfe in Folge zu verwerten. Auch ansonsten wirkte der auf Rang sechs der Zweiten Bundesliga rangierende Überraschungsaufsteiger vom Rhein fahrig im Abschluss. Das Team von Trainer Christian Held, in dem der Luxemburger Thomas Grün nach ausgeheiltem Muskelfaserriss wieder mitwirkte, agierte schwungvoll und führte zur Halbzeitpause mit 40:33. So hoch führten die Trierer in den fünf Heimspielen zuvor noch nicht.

Die Stärke von Jordan Geist kam auch im dritten Viertel zum Tragen. Auf die elf Punkte bis zur Hälfte der Partie sattelte der US-Amerikaner zwischen der 21. und 30. Minute noch mal sieben drauf. Auch dank des immer wieder engagiert antreibenden Kevin Smit hieß es vorm letzten Viertel 60:46.

Die Gäste markierten anschließend sieben Punkte in Serie und kamen bis auf 60:53 ran. Zwei verwandelte Freiwürfe von Till Gloger sorgten wieder für Beruhigung. Immer, wenn es Leverkusen wieder spannender machte, war Geist zunächst zur Stelle. Am Ende hatte er starke 30 Punkte auf seinem Konto – so viel wie noch nie in dieser Saison.

Leverkusen kam aber noch mal bis auf vier Zähler ran (65:69, 36.). Für große Entspannung sorgte dann Jermaine Bucknors Dreier gut zwei Minuten vor Schluss (72:65).

Unterm Strich stand ein 78:69-Erfolg der diesmal gerade im dritten Viertel guten Gladiators.