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Simon Maurer verlängert in Trier: „Es geht nicht ohne die Eintracht“

Fußball-Oberliga : Simon Maurer verlängert in Trier: „Es geht nicht ohne die Eintracht“

Der Kapitän geht im Sommer in seine siebte Saison beim SVE. Was ihn antreibt, und warum die Vertragslaufzeit überrascht.

Während beim FC Bayern München ausgiebig darüber diskutiert wird, ob und in welchem Rahmen mit Topspielern der Ü-30-Fraktion verlängert werden soll, ist die Sache bei Eintracht Trier klar: Simon Maurer, als Kapitän und Leistungsträger eine zentrale Säule im Team des Oberligisten, hat seinen am 30. Juni auslaufenden Vertrag verlängert. Und das – nicht unbedingt üblich bei einem 32-Jährigen – um gleich zwei weitere Jahre bis 2024.

Es unterstreicht die Wertschätzung, die der Innenverteidiger beim SVE genießt. „Mit seiner Erfahrung und professionellen Einstellung wird er weiterhin eine wichtige Rolle in unserer Mannschaft einnehmen“, freut sich Eintracht-Trainer Josef Cinar auf die weitere Zusammenarbeit. „Wir sind mit Simons aktueller Leistung sehr zufrieden. Wir können uns immer auf ihn verlassen. Und er geht – auch dank seiner weiterhin starken Physis – immer noch voran“, urteilt SVE-Team­manager Stefan Fleck.

„Ich fühle mich gut. Ich kann den Gegenspielern immer noch gut Paroli bieten“, sagt Maurer mit einem Augenzwinkern. Der gebürtige Idar-Obersteiner geht beim SVE im Sommer also in seine siebte Saison. „Man kann schon sagen, dass die Eintracht zu meinem Heimatverein geworden ist. Es geht nicht mehr ohne sie“, sagt Maurer, der auch abseits des Rasens seinen Lebensmittelpunkt an der Mosel gefunden hat. Er lebt in Longuich im Kreis Trier-Saarburg und ist seit Oktober 2020 als Privatkundenberater bei der Volksbank Trier auch beruflich in der Region verwurzelt.

2016 war der Abwehrspieler vom FK Pirmasens zur Eintracht gekommen. Seitdem hat er viele Spieler (und auch Trainer) kommen und gehen gesehen. „Am längsten spiele ich mit Dominik Kinscher und Kevin Heinz zusammen. Ansonsten gab es in all den Jahren ja viele Spielerwechsel“, sagt Maurer.

Sein erstes Jahr damals an der Mosel hielt einen absoluten Höhepunkt und einen großen Rückschlag parat. Los ging‘s gleich mit dem DFB-Pokal-Erstrundenhit gegen Borussia Dortmund (0:3). „Dieses Erlebnis, mal gegen so eine Top-Profimannschaft gespielt zu haben, wird immer in meinem Gedächtnis bleiben. Leider meinte unser damaliger Trainer Peter Rubeck, mich schon nach gut 30 Minuten vom Feld nehmen zu müssen ...“, erinnert sich Maurer.

Im Herbst 2016 dann der Schock:  Maurer zog sich einen Kreuzbandriss zu – seine bislang einzige richtig langwierige Verletzung. Erst am Saisonende konnte er wieder eingreifen, der Sturz aus der Regionalliga war da nicht mehr so wirklich zu verhindern: „Wir waren eigentlich gut besetzt und hätten niemals absteigen dürfen“, sagt Maurer heute.

So kommt er zwar auf inzwischen mehr als 100 Oberliga-Spiele für den SVE, in der Regionalliga streifte er sich dagegen nur 13-mal das Trierer Trikot über. Maurer strebt in seinen zwei weiteren Jahren an der Mosel an, dass sich diese kleine Zahl kräftig erhöht: „Mein Ziel ist der Regionalliga-Aufstieg. Wir können das schaffen, da wir ein eingeschworener Haufen sind und alle Bock haben, für Trier zu spielen.“