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Speicher: Trainer Wagener vermisst die Qualität

Fußball : Speichers Trainer vermisst die Qualität

Rumpfprogramm in der Fußball-Bezirksliga: Siege für Geisfeld und Wallendorf, Remis in Zeltingen.

SG Geisfeld – SG Baustert 4:0 (2:0)

Marvin Plunien (16.) und André Lochen (24.) sorgten bereits im ersten Durchgang für Geisfeld/Rascheider Glücksgefühle. Als Jonas Mart nach Wiederbeginn auf 3:0 stellte, waren die Würfel gefallen. Baustert/Oberweis/Bettingen blieb auch nach dem Wechsel ohne Chance und musste in der 65. Minute das 0:4 hinnehmen, nachdem Mart seinen zweiten Treffer markiert hatte. Während Gästetrainer Thorsten Schmitz nach dem achten Spiel in Folge ohne Sieg maßlos enttäuscht war und von „einer unterirdischen Leistung und einer absolut verdienten Niederlage“ sprach, frohlockte Geisfelds Vorsitzender Uwe Cronauer: „Der Sieg ist hoch verdient. Wir waren über 90 Minuten hinweg dominant und hätten auch höher gewinnen können. Die Mannschaft war von Beginn an fokussiert.“

 

SV Zeltingen-Rachtig – TuS Mosella Schweich 3:3 (1:1)

Die Mosella sah bis zwei Minuten vor Schluss bereits wie der sichere Sieger aus, musste dann aber noch zwei schmerzhafte Gegentreffer erdulden. An der Zeltinger Brücke lieferten sich die Gastgeber und die Schweicher einen temporeichen und spannenden Fight. Nachdem Stephan Schleimer nach 32 Minuten eine erste große Chance für die Weber-Elf verpasst hatte, schlug Zeltingens Yannik Dietz unmittelbar vor der Pause zu: Sein Schuss aus Nahdistanz war für Felix Kloy im Mosella-Tor nicht zu halten. Doch die Gäste schlugen noch vor der Halbzeit zurück: Youngster Julias Kalweit drückte die Kugel in der Nachspielzeit zum 1:1 über die Linie (45.+2). Als Kalweit drei Minuten nach Wiederbeginn erneut traf, hatte Schweich die Partie gedreht (48.). Wenig später hatte der talentierte Angreifer der Gäste das 3:1 auf dem Fuß, scheiterte aber am SV-Schlussmann Dominik Henchen. Als Benedikt Vogedes in der 65. Minute mit seinem sechsten Saisontor das 3:1 erzielte, glaubte wohl niemand mehr an eine Wende, zumal Schleimer und nochmals Kalweit die Chancen zum 4:1  besaßen. Doch Zeltingen schlug in Person von Alex Schiffmann vier Minuten vor dem Ende zurück, als der Stürmer eine zu kurz geratene Kopfballrückgabe auf Kloy erwischte und ins leere Tor schob (2:3, 86.). Eine Minute vor Schluss bewahrte Torjäger Dietz die Hausherren mit einer tollen Einzelleistung und dem 3:3 vor einer Niederlage.

Schweichs Coach Jochen Weber bilanzierte: „Bis zur 75. Minute haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, nach den Wechseln aber den Faden verloren. Weil Moritz Neufang das 4:2 hätte machen müssen, ist es erneut ärgerlich, eine sicher geglaubte Partie noch so aus den Händen zu geben.“ Pascal Meschak auf Zeltinger Seite sprach von einem „Punkt der intakten Moral. Bis zur 80. Minute hatte es sich nicht so angefühlt, dass wir noch was bewirken können, doch Alex und Yannik waren einfach abgebrüht und clever“. 

SV Speicher – SG Wallendorf 2:4 (2:2)

Bereits nach elf Minuten wurde Speicher nach einem langen Einwurf, den Robin Eiden auf den Hinterkopf bekam und von dort aus im eigenen Tor landete, kalt erwischt. Der frühere Mehringer machte nur acht Minuten später seinen Fehler wieder gut und glich für Speicher aus (19.). Mit einem Schlenzer ins lange Eck ließ Tim Nottinger die Gäste erneut in Führung gehen, ehe Raphael Klotz der erneute Ausgleich gelang (41.). Nachdem Tim Roth, Andrej Pertsch, Julian Ewen und Dillon Jackson weitere Hochkaräter für den SVS ausgelassen hatten, schlug Wallendorf zweimal zu: Mit einem 35-Meter-Lupfer über den zu weit vor seinem Kasten postierten SVS-Keeper Stefan Stamer traf Nils Trierweiler zum 2:3. Pascal Müller setzte nach einem Steckpass von Jannick Böwen zehn Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt.

Während SG-Coach Frank Hermes von einem „immens wichtigen Sieg und einem Befreiungsschlag“ sprach, fehlten Speichers Trainer Martin Wagener (fast) die Worte: „Wir haben wahnsinnig viele Torchancen in beiden Halbzeiten gehabt, so dass es hätte zum Sieg reichen müssen. Es ist einfach ein Qualitätsproblem, dass wir die dicken Dinger nicht umsetzen.“