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Sport mit Körperkontakt wieder möglich: Land zündet nächste Stufe

Corona-Verordnung : Sport mit Körperkontakt wieder möglich: Land zündet nächste Stufe

Zehnte Corona-Bekämpfungsverordnung enthält verschiedene Lockerungen für den Sport. Der Deutsche Leichtathletik-Verband erstellt Konzept für Laufveranstaltungen.

Diese Nachricht tangiert viele Sportvereine in der Region Trier. Ab heute erlaubt das Land Rheinland-Pfalz wieder die sportliche Betätigung mit direktem Körperkontakt. Ein Trainings- und Wettkampfbetrieb kann in allen Sportarten wieder aufgenommen werden, sofern – und das ist eine wichtige Einschränkung – die Zahl von zehn Personen nicht überschritten wird.

Die Landesregierung hat die zehnte Version einer Corona-Bekämpfungsverordnung erlassen, mit der weitere vorsichtige Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen im Rahmen des Stufenplans „Zukunftsperspektive Rheinland-Pfalz“ gelten.

„Erlaubt sind damit nun auch wieder Sportarten mit direktem Körperkontakt wie Judo, Ringen, Karate, Beachvolleyball oder auch der Tanzsport. Mit Blick auf die Mannschaftssportarten in der Halle ist etwa im Basketball nicht nur Training, sondern auch wieder Wettkampf zweier Mannschaften möglich. Im Handball, Volleyball oder Hockey in der Halle ist das körperintensive Training mit bis zu zehn Personen möglich“, erläutert Christof Palm, kommissarischer Hauptgeschäftsführer des Landessportbunds Rheinland-Pfalz (LSB). In den drei von ihm beispielhaft zuletzt genannten Sportarten sind Spiele beziehungsweise Wettkämpfe dagegen weiter nicht möglich, da pro Team mehr als fünf Sportler auf dem Feld stehen.

Auch die Fußballer dürfen wieder  „Zweikämpfe trainieren oder Spielsituationen wie „drei gegen drei“ oder „fünf gegen fünf“ schaffen.

Bei Gruppen von mehr als zehn Personen gelten weiter die bekannten Schutzmaßnahmen. So muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Sofern wegen der Art der sportlichen Betätigung – insbesondere in geschlossenen Räumen – mit einem verstärkten Aerosolausstoß zu rechnen ist, ist der Mindestabstand zwischen Personen zu verdoppeln.

Zudem gelten bei der sportlichen Betätigung in geschlossenen Räumen sowie der Nutzung von Schwimm- und Hallenbädern bei mehr als zehn anwesenden Personen weiterhin die Personenbegrenzung (eine Person je zehn Quadratmeter) sowie die Pflicht zur Kontakterfassung. Darüber hinaus liefert die zehnte Corona-Bekämpfungsverordnung den gesetzlichen Rahmen für die Öffnung der Sportanlagen für Zuschauer. Für Veranstaltungen im Freien gilt unter der Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen eine Zulassung von bis zu 350 Personen. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind mit bis zu 150 Personen unter Beachtung der Schutzmaßnahmen zulässig. Für alle Veranstaltungen gilt insbesondere das Abstandsgebot und die Pflicht zur Kontakterfassung – in geschlossenen Räumen zudem die Maskenpflicht. Die Entscheidung über die Öffnung der Sportstätte bleibt dem jeweiligen Träger überlassen.

In diesem Zusammenhang appelliert der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz (LSB und die drei Sportbünde) an alle Kommunen, die Träger von Sporthallen und Sportplätzen sind, diese für den Sportbetrieb umgehend flächendeckend zu öffnen und nicht wieder mit Beginn der Sommerferien zu schließen.

Unterdessen haben sich der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) und die German Road Races (GRR) auf ein Konzept geeinigt, das Straßenlauf-Wettbewerbe in der Corona-Krise wieder möglich machen soll.

„Für die Vielzahl der Breitensport- und Volkslaufveranstaltungen, die weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, dürfte mit dem Konzept der Knoten geplatzt und deren Durchführung damit auch möglich sein“, sagte GRR-Vorstandsmitglied Michael Brinkmann.

Markus Frisch, der als Veranstalter des Köln-Marathons das Konzept mit verfasst hat, sieht das Papier „als Leitfaden für die Politik zu verstehen, Laufveranstaltungen wieder zu erlauben“. Laut der Veranstalter-Organisation GRR könnte das Konzept – in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Pandemie – für viele Laufveranstalter die Basis für eine Rettung ihrer Rennen sein. Das Durchführungs- und Hygienekonzept soll eine Vorlage für die Genehmigungen von örtlichen Gesundheitsbehörden sein.

Veranstalter sollen demnach unter anderem einen Zonenplan für das Renngelände erstellen, Laufwege zum Start-Ziel-Bereich festlegen und auf Umkleiden, Duschen und Massagen verzichten. Die Läufer sollen mit Wellenstarts entzerrt werden und im Ziel die Mindestabstände einhalten.