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Tennis-Damen des TC Trier in der Oberliga

Trier : Tennis-Oberliga: Ohne mentale Stärke läuft nichts

Am Wochenende geht’s wieder los: Oberliga-Aufsteiger TC Trier will die Klasse halten.

Zu stark für die Verbandsliga – aber nicht stark genug, um in der Oberliga dauerhaft zu bestehen. So ging es in den vergangenen Jahren regelmäßig den besten Tennis-Damen aus der Region, dem Team des TC Trier. Das kann sich ändern, soll sich ändern. Denn nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr steht ab Sonntag, 29. April, wieder eine Saison in der Oberliga an – die so genannten Medenspiele (benannt nach einem früheren Präsidenten des Deutschen Tennisverbands, Carl August von der Meden): Über sieben Spieltage bis zum 17. Juni. 

„Unser erstes Match in Andernach ist gleich das wichtigste“, sagt Ramona Czakon. Die Trierer Nummer eins ist seit Jahren dabei, sie ist eine absolute Stütze des Teams. „Wenn wir in Andernach nicht gewinnen, wird die Saison wohl schwierig“, sagt die 28-Jährige, die schon 2006 für die Trierer Damen in der Oberliga spielte und die schon als Achtjährige zum TCT kam. Auch in diesem Jahr setzt der TCT auf einen Mix aus erfahrenen Spielerinnen wie Ramona Czakon, Simone Göbel, Laura Correia, Nadine Pauli oder Linda Betzler und Nachwuchsspielerinnen wie Merle Roth oder Cathleen Sanner, die noch in der U18 spielen und die an das höhere Niveau herangeführt werden sollen. „Sie werden auch zum Einsatz kommen. Wir wollen hier etwas aufbauen“, sagt Ramona Czakon, die aus einer sportlichen Familie kommt - als Tochter der erfolgreichen Mittelstreckenläuferin Maria Paczos und des früheren Profi-Fußballers Marek Czakon.

Auch wenn Trier tennismäßig etwas abgehängt sei: Geld ist in Trier nicht zu verdienen – in anderen Städten sehe das anders aus. Der Kader sei dennoch stark. „Wenn wir in dieser Saison immer in kompletter Besetzung spielen könnten, wäre der Klassenerhalt kein Problem“, sagt Ramona Czakon. Das mit der Bestbesetzung wird allerdings wegen Auslandsaufenthalten von Kader-Spielerinnen nicht möglich.

Die aus Igel stammende Linda Betzler ist auch als Läuferin sehr erfolgreich. „Zum Tennis kam ich erst mit 12, 13 Jahren.“ Eine Sache, die sie am Tennis mag, ist die Unberechenbarkeit: „Du kannst ein Spiel immer noch drehen.“ In der Oberliga sei das Niveau deutlich höher als in der Verbandsliga: „Sobald man verkrampft, sieht es schlecht aus. Viele Spielerinnen kennen sich gut. Die Frage ist dann immer, wer die Nerven behält.“ Einen festen Trainer hat das Oberliga-Team nicht. Diese Rolle übernehmen die Spielerinnen untereinander.

 Linda Betzler vom TC Trier
Linda Betzler vom TC Trier Foto: TV/Andreas Feichtner

Was sie am Tennis reizt? Da sind sich Czakon, Betzler und die Nachwuchsspielerinnen Merle Roth und Cathleen Sanner einig: die Vielfalt. Man brauche Ausdauer, aber auch Schnelligkeit. Man brauche Kraft, müsse aber auch flexibel sein. Athletik ist nötig, um erfolgreich zu sein – vor allem aber auch mentale Stärke. Die wird auch nötig sein, wenn die Trierer Damen die bisherige Rauf-und-wieder-runter-Routine durchbrechen wollen. Im ersten Heimspiel treffen sie am Sonntag, 6. Mai, 10 Uhr, auf den den TC Rot-Weiß Kaiserslautern.