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Tennis-Hallenrheinlandmeisterschaft: Titel für Stefan Otten (TC Trier)

Tennis-Hallen-Rheinlandmeisterschaft : Titel für Spieler des TC Trier

Strahlende Gesichter, packende Spiele bis nach Mitternacht und eine 15-jährige Siegerin in der Damenkonkurrenz: Die Tennis-Rheinlandmeisterschaften in der Halle hatten einiges zu bieten.

Nach einem Jahr Pause kamen trotz der coronabedingten Beschränkungen 115 von ursprünglich 140 gemeldeten Spieler in den Andernacher Tennistreff Mittelrhein, um in verschiedenen Altersklassen die Rheinlandmeister zu ermitteln. Die Konkurrenzen erstreckten sich über drei Tage. Die Sieger standen aufgrund der hohen Teilnehmerzahl zum Teil erst nach Mitternacht fest.

„Trotz der notwendigen Einschränkungen hatten wir viele Meldungen und einen vollgepackten Spielplan. Darüber hinaus haben wir eine Qualität gesehen, wie es sie schon lange nicht mehr bei diesem Turnier gegeben hat“, zeigte sich Christian Klapthor, Sportwart des Tennisverbands Rheinland (TVR), der gemeinsam mit Turnier-Organisatorin Simone Wernecke, Turnierdirektor Horst Kelling und Oberschiedsrichter Thomas Molitor für einen reibungslosen Ablauf sorgte, zufrieden.

Im mit 26 Teilnehmern stark besetzen Herrenfeld gewann der favorisierte Marian Prajescu (TC Mülheim-Kärlich) dank eines glatten 6:3, 6:0-Finalerfolgs gegen Dennis Gilberg (TC BW Bad Ems) den Titel, nachdem er zuvor im Halbfinale Titelverteidiger Yannic Köhne (TV Ebernhahn) ebenfalls souverän mit 6:2, 6:4 geschlagen hatte. Im zweiten Halbfinale hatte sich der an Nummer zwei gesetzte Yannick Floer vom TC Traben-Trarbach Gilberg in einem engen Match mit 7:6, 3:6, 6:1o geschlagen geben müssen.

Die wohl bemerkenswerte Leistung legte Jil Hassinger (TC Mülheim-Kärlich) in der Damenkonkurrenz hin. Hassinger, die in der Vorwoche erst ihren 15. Geburtstag gefeiert hatte, gab im gesamten Turnierverlauf in drei Partien nur acht Spiele ab und schlug im Finale Lokalmatadorin Annika Berrendorf (Andernacher TC) mit 6:3, 6:2. Nach Titeln bei der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft und der Rheinlandmeisterschaft in der Jugend war es für Hassinger der erste Titel bei den Damen. Mit Blick auf ihre Zukunftswünsche sagte sie: „Ich bin zwar erst 15, möchte aber auf jeden Fall Profi werden. Ich habe große Träume, hoffentlich kann ich diese in Erfüllung bringen.“

In der Herren-30-Klasse setzte sich Christof Brenner (TC BW Bad Ems) im Finale mit 6:3, 6:4 gegen Philipp Gödtel (HTC Bad Neuenahr) durch, während Markus Schäfer (TC Rosenheim), der vom Tischtennis kommt und erst vor einigen Jahren mit dem Tennisspielen begonnen hat, dank eines 6:4, 6:4-Sieges über Matthew Feeney (TC Oberwerth-Koblenz) den Titel in der Herren-40-Klasse einfuhr.

Ungefährdet gewann Lokal­matador und Top-Favorit Stephan Becker (SG DJK Andernach) die Herren-50-Klasse. Auch in der Herren-55-Konkurrenz siegte mit Guido Peckedrath ein Andernacher, der im Turnierverlauf keinen Satz abgab und im Finale Thomas Fusenig vom TC Neumagen-Dhron beim 6:2, 6:3-Erfolg kaum eine Chance ließ.

Bei den Herren 60 krönte sich der topgesetzte Stefan Otten (TC Trier) mit einem 6:3, 6:2 gegen Thomas Beyl (TC RL Lahnstein) zum Rheinlandmeister. In der „ältesten“ Spielklasse (Herren 65) erweiterte der 73-jährige Horst Kelling (TC BW Bad Ems), der vordergründig mitspielte, um das Teilnehmerfeld auf 16 Spieler aufzufüllen, seine ohnehin schon große Sammlung an Rheinlandmeisterschaften um einen weiteren Titel.

Ein Wermutstropfen waren die wenigen Meldungen in den Altersklassen der Damen, weshalb dort abermals keine Konkurrenzen zustande kamen. „Bei den Damen ist es ein Trend, der seit Jahren in diese Richtung geht. Neben familiären und beruflichen Gründen denke ich, dass der hohe Zeitaufwand über die drei Tage eine Rolle spielt. Bei Tagesturnieren, die auch eher auf den Breitensport abzielen, sieht es deutlich besser aus“, sagte Klapthor.