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Tennis-Mittelmosel-Cup: Lebende Ballwand entscheidet Finale für sich

Tennis : Mittelmosel-Cup in Traben-Trarbach: Lebende Ballwand entscheidet Finale für sich

Nikolas Walterscheid-Tukic gewinnt die 34. Auflage des Turniers. Im B-Finale herrscht ein besonderes Flair.

Schon die Halbfinals beim vom Tennisclub Wildbad aus Traben-Trarbach ausgerichteten 34. Mittelmosel-Cup machten Lust auf mehr.

Der 19-jährige Jacob Cadonau vom TC BW Bensheim, mehrfacher deutscher Jugendmeister und in der deutschen Herrenrangliste derzeit an Position 167 geführt, besiegte in einem hochklassigen Halbfinalspiel den an Nummer zwei gesetzten Yannis Kahlke (DTB Nr. 74) in einem harten Dreisatzmatch 3:6, 6:4, 6:3. Sein Kontrahent Nikolas Walterscheid-Tukic (25) vom Marienburger SC aus Köln, an Position 101 der deutschen Herrenrangliste geführt und vor wenigen Jahren noch gemeinsam mit dem deutschen Spitzenspieler Dominik Köpfer an der Tulane University in New Orleans im Einsatz, ließ in seinem Match der Vorschlussrunde dem topgesetzten Jordi Walder (TSC Hans Dortmund) keine Chance und gewann hochverdient in zwei Sätzen mit 6:3, 6:3 .

Mehr als 100 Zuschauer verfolgten das mit Spannung erwartete Endspiel. Walterscheid-Tukic hatte mit seinem Finaleinzug 2018 bereits Endspielerfahrung beim Mittelmosel-Cup gesammelt, fand jedoch zu Beginn nur schwer in die Begegnung. Cadonau, zurzeit mit einem Tennisstipendium der University of Mississippi ausgestattet, dominierte mit Präzision und Geschwindigkeit das Match. Alles sprach für den Gewinn des ersten Satzes. Mit einsetzendem Regen jedoch drehte sich das Blatt. Walterscheid-Tukic entwickelte sich zur lebenden Ballwand, brachte bei den langsamer werdenden Bedingungen jeden Ball zurück und groovte sich so richtig in das Match hinein.

Im zweiten Durchgang hatte Cadonau, der nicht schlechter spielte als zu Beginn des Matches, keine Chance mehr gegen Walterscheid-Tukic, der den Mittelmosel-Cup 2021 verdient mit 7:5, 6:4 gewann und das Preisgeld von 1600 Euro unter dem Applaus der Zuschauer entgegennahm.

Tennis-Mittelmosel-Cup: Lebende Ballwand entscheidet Finale für sich
Foto: privat

Die einheimischen Spieler hatten einen schweren Stand. Lediglich Lucas Ernst vom TC Trier überstand die erste Runde. Dort besiegte er den Lokalmatador Yannick Floer, der nach einem operativen Eingriff gehandicapt noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte war.

Das Finale der B-Runde der vorzeitig Ausgeschiedenen hatte ein besonderes Flair. Mit dem aus Alf stammenden Marius Menten (TC BW Bad Ems, 35) und dem erst 15-jährigen Tom Südmeyer (Kölner THC Stadion Rot Weiß) standen sich der älteste und jüngste Teilnehmer gegenüber. In seinen jungen Jahren ist Südmeyer bereits auf Position 632 der deutschen Rangliste geführt, in Traben-Trarbach aber musste er dem erfahrenen Menten den Sieg überlassen.

Insgesamt war das Turnier an allen Tagen gut besucht und eine Werbung für den Tennissport. Möglich wurde der sportliche Höhepunkt des Tennisjahres im Wildbadtal dank der Hilfe zahlreicher Sponsoren.