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Testspiel in Demerath: Eintracht Trier siegt 3:1 gegen den FV Engers

Fußball : Eintracht Trier: Ackern auf dem Acker

Im Testspiel zwischen dem SVE und dem FV Engers (3:1) haben beide Mannschaften mit den miserablen Platzverhältnissen zu kämpfen – womöglich mit unschönen Folgen.

Schon nach gut zehn Minuten kam die Ansage von der Trierer Trainerbank, die Marschroute teilweise zu ändern: Das avisierte konsequente Aufbauspiel übers Mittelfeld ließ sich auf dem kleinen, holprigen Rasenplatz in Demerath (Verbandsgemeinde Daun) nicht wie gewünscht aufziehen. Stattdessen lautete fortan die Devise: gerne auch mal lange Bälle hinter die Kette des FV Engers spielen.

„Bei der Platzbesichtigung wussten wir schon, dass es kein richtiges Fußballspiel wird. Das ist ein bisschen schade. Der Platz war brutal eng und in einem katastrophalen Zustand. Die größte Sorge war, dass sich unsere Jungs verletzen. Tatsächlich haben wir die Befürchtung, dass Yannick ausfallen wird“, bilanzierte Eintracht-Trainer Josef Cinar.

Der angesprochene Spieler, Yannick Debrah, war in der zweiten Halbzeit 13 Minuten nach seiner Einwechslung auf dem löchrigen Geläuf umgeknickt und hat sich eine noch nicht näher diagnostizierte Blessur am Knie zugezogen.

Auch der FV Engers kam nicht ungeschoren davon. Quasi mit dem Schlusspfiff knickte Daniel Fiege um, er musste am Knöchel behandelt werden.

Fußball wurde indes dann doch auch noch gespielt – Trier beendete sein letztes Testspiel vor dem Nachholspiel am 20. Februar beim 1. FC Kaiserslautern II mit einem 3:1-Erfolg. Dass trotz der miesen Platzverhältnisse auch Ballstafetten möglich waren, zeigte sich in der Entstehung des 1:0 der Eintracht, als Robin Garnier nach mustergültiger Vorarbeit von Dylan Esmel und Kevin Heinz zur SVE-Führung traf (21.). Gut zehn Minuten später der Ausgleich: Trier bekam den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum geklärt – Marcel Stieffenhofer nutzte die Verwirrung und markierte mit einem Schuss ins lange Eck das 1:1 (32.).

Per Kopf brachte Christopher Bibaku die Eintracht wieder in Führung (68.), zuvor hatte der Franzose bei einer Doppelchance in der 65. und 66. Minute noch das 2:1 verpasst. Für den 3:1-Endstand sorgte Leonel Brodersen vier Minuten nach seiner Einwechslung, als er den von Sven König quer gelegten Ball im Netz unterbrachte (73.).

„Es war eine Charakterfrage, die Platzverhältnisse anzunehmen. Ich habe den Jungs gesagt: Der Rasen erinnert mich an einen Platz, auf den wir in der Meisterrunde wahrscheinlich noch hinmüssen:  in Mechtersheim. Wir müssen auch auf so einem Untergrund Mittel finden, um Fußball zu spielen“, konnte Cinar den 90 Minuten in der Vulkaneifel letztlich doch noch Sinnvolles abgewinnen.

Der Eintracht-Coach ließ seine Startelf mehr als eine Stunde lang unverändert – ein Hinweis darauf, wer momentan gute Karten für einen Einsatz in Kaiserslautern haben dürfte. Dennoch dürfte es bei der Besetzung von ein, zwei Positionen noch spannend werden mit Blick auf das Gastspiel auf dem Betzenberg.

Aufstellung Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga (69. Brodersen), Thayaparan (76. Maurer), van Schaik (83. Sinner), Heinz – Yavuz – König (83. Sinanovic), Kinscher (79. Fischer), Garnier (85. Wrusch), Esmel (63. Debrah, 76. Amberg) – Bibaku (85. Brandscheid)