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Thalfang: Der ungestillte Torhunger ​

Fußball : Der ungestillte Torhunger

Fußball-Kreisliga B I: Michael Rienermann hat bei der SG Thalfang/Berglicht in dieser Saison den Durchbruch geschafft und schon 22 Mal getroffen. Im Aufstiegsrennen geht zwar (fast) nichts mehr für die Hochwälder, zwei große Ziele hat der 21-Jährige aber noch. Eines davon soll bereits am Sonntag realisiert werden ...

Er ist schnell, technisch gut, dribbelstark – und ein klassischer Mittelstürmer: Michael Rienermann hat für die SG Thalfang/Berglicht in dieser Kreisliga-B-I-Saison in 19 Partien bereits 22 Tore erzielt. Eine super Quote, auf die der 21-Jährige stolz ist: „Ich denke, ohne überheblich zu sein, dass ich in dieser Saison einen großen Schritt gemacht habe, selbstbewusster geworden bin und in den Trainingseinheiten einiges mehr investiert habe. Die Quote ist gut, doch ich bin hungrig, noch öfter zu treffen.“

Dass er seinen Mitspielern auch Tore auflegen kann, verraten die sechs Vorlagen und zahlreiche Angriffe, die am Ende zum Erfolg führten und von ihm mitinitiiert wurden. „Man kann schon sagen, dass mir in dieser Saison der Durchbruch gelungen ist. Es ist auch gut, dass wir jetzt wieder durchspielen können. Denn Corona hatte auch mich in meiner Entwicklung ein bisschen ausgebremst. Doch das ging sicherlich auch anderen so“, sagt der gebürtige Trierer und in Thalfang lebende Offensivmann.

Bei den Sportfreunden Thalfang begann er einst bei den Bambini. Später war Rienermann, der derzeit bei der Krankenkasse AOK in Trier eine Ausbildung zum Sozialversicherungsangestellten absolviert, ausschließlich für die JFV Hochwald-Hunsrück aktiv. Diesem sind auch die Thalfanger angeschlossen.

„Mit 18 habe ich in der Saison 2018/19 meine ersten Spiele in der ersten Mannschaft gemacht. Zuerst war die Umstellung auf den Seniorenbereich schon etwas schwierig, doch dann habe ich mich relativ schnell an den robusteren und körperbetonten Fußball gewöhnt. Im Lauf der Zeit habe ich auch meine Tore gemacht.“ Mit seinen 22 Toren zählt der Mittelstürmer, der auch in der Jugend bereits an vorderster Front agierte, zu den Topstürmern der Kreisliga B I. Genau so oft hat Mülheim-Braunebergs Pascal Thiel getroffen. Acht mehr stehen bei Haags Tim Schneider zu Buche.

Rienermanns Mannschaft rangiert derzeit mit 39 Punkten auf dem fünften Platz, hat aber mit dem Titelkampf nichts mehr zu tun (acht Punkte Rückstand auf Leader Haag) und nur noch rein theoretische Chancen, Platz zwei zu erreichen – dieser berechtigt zu Aufstiegsspielen zur A-Klasse. „Leider ist nach oben nichts mehr möglich. Uns hat in den Topspielen die Abgezocktheit gefehlt. Die vier Spitzenmannschaften waren da auf den Punkt genau fixiert, doch eine gute Saison haben wir trotzdem gespielt“, betont Rienermann.

Für den Rest der Saison hat der Freund spontaner Urlaubstrips noch zwei Wünsche: „Ein Derbysieg gegen Hilscheid/Gielert am Sonntag wäre für uns noch sehr wichtig. Persönlich hätte ich noch ein paar Törchen mehr auf dem Konto, denn ich möchte gern noch Torschützenkönig werden.“ Diese Aussage tätigte Rienermann freilich vor Haags Schützenfest am Mittwoch bei der DJK Morscheid, wo Tim Schneider gleich sechs Mal zuschlug.

Mit den Toren werden auch bei Rienermann die eigenen Ansprüche größer: „Wenn man öfter trifft, erfährt man auch eine höhere Wertschätzung, doch abheben werde ich deswegen nicht. So habe ich zwar mein Kopfballspiel schon verbessert und drei Tore auf diese Weise erzielt, doch ich möchte weiter daran arbeiten, denn ich bin auch 1,92 Meter groß. Wenn es darum geht, Situationen besser zu erkennen, muss ich mich auch noch steigern.“

Rienermann ist sich auch nicht zu schade, nach hinten zu arbeiten und holt sich die Bälle auch schon mal gerne im Mittelfeld ab. „Ich bin in der Mannschaft die alleinige Spitze und profitiere vor allem von den Flanken von Florian Haumann. Der spielt hinter mir auf der Zehn, hat schon 15 Mal aufgelegt. Er ist technisch richtig gut und schlägt die Flanken mit großer Präzision.“

Für die nächste Saison wünscht sich Rienermann, „oben mitzuspielen und in ein, zwei Jahren in die A-Liga aufzusteigen“. Anfragen aus der Bezirksliga gab es bereits, doch er sei „hier sehr zufrieden. Es kommen noch etliche gute junge Spieler in den kommenden Jahren nach, da wollen wir was aufbauen. Unseren Trainer Markus Stein halte ich für einen tollen Coach, der uns auch taktisch viel vermittelt.“