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Thomm: „Abi“ ist jetzt Ehrenvorsitzender

Ehrenamt : „Abi“ ist jetzt Ehrenvorsitzender

Das hat es noch nie zuvor beim 1929 gegründeten SV Thomm gegeben: Ganze 21 Jahre lang führte Albert Koster die Geschicke des Vereins. Nun trat er ab und blickte noch einmal auf eine spannende Zeit zurück.

Bei der Jahreshauptversammlung des SV Glück-Auf wurden die großen Verdienste von Albert Koster noch einmal besonders gewürdigt: Nach insgesamt 27 Jahren im Thommer Vorstand ging „Abi“ in den Ruhestand. Dieses große Engagement nahmen sie bei den Hochwäldern zum Anlass und ernannten Koster zum Ehrenvorsitzenden. Das Amt des Vorsitzenden übergab der 69-Jährige an Joachim Maierhofer.

Unter Kosters Ägide gelangen der ersten Mannschaft in der Spielgemeinschaft mit dem FSV Osburg einst gleich drei Aufstiege: 2002 als C-Liga-Meister in die Kreisliga B, 2004 als Meister der Aufstieg in die A-Klasse und drei Jahre später gar der Sprung in die Bezirksliga West, in der sich das Team bis 2017 hielt, ehe es wieder in die Kreisliga A abstieg. In Kosters Amtszeit fallen auch der Umbau des Vereinsheims (2002) und dessen Erweiterung. Im Jahre 2010 wurde der Hart- in einen Kunstrasenplatz umgewandelt.

Der rüstige und so lebenslustige Pensionär blickt gerne zurück: „Ab 1994 war ich im Vorstand als Kassierer und ab 2000 als Vorsitzender tätig. In den 90er Jahren habe ich auch etliche Jugendteams betreut und war einst Spieler in Thomm.“

Auf zahlreiche Mitstreiter in der Vorstandsriege habe er sich immer verlassen können: „Hier nenne ich Harald Becker als früheren Abteilungsleiter Fußball, Jugendleiter Martin Tengler und seinen Nachfolger Lukas Junk sowie Raimund Lang und Rainer Faß als meine Vertreter.“

Viel Wert legt Koster darauf, dass es unter dem früheren Finanzberater im Verein, Robert Glar, und dem jetzigen Finanz-Geschäftsführer Tobias Berens stets eine vertrauensvolle und ehrliche Zusammenarbeit gegeben habe: „Die Finanzen müssen stimmen, und die haben unter Robert und Tobias immer gepasst.“ Koster lobt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den aktuellen SG-Partnern VfB Lorscheid, FSV Osburg und SV Morscheid: „Das Verhältnis war stets gut und offenherzig. Wir haben viele Erfolge gefeiert und hatten bis vor zwei Jahren sogar noch drei Seniorenmannschaften im Spielbetrieb.“

Er blickt auf eine „schöne Zeit, in der auch viele Freundschaften entstanden sind“, zurück, „doch weil ich gesundheitlich zuletzt etwas angeschlagen war, war es an der Zeit, das Amt weiterzugeben“. Immerhin werde er im nächsten Jahr 70 Jahre alt. „Da darf man schon mal ans Aufhören denken.“

Da auch seine Frau im Ruhestand ist, will Koster das Leben abseits des Vereins für private Dinge nutzen: „Ich habe drei Enkel. Da gibt es ja immer was zu tun, und ich habe meine Liebe zur Musik wieder entdeckt. Früher war ich im Musikverein Thomm aktiv, und ich spiele seit knapp drei Jahren wieder Saxophon als Hausmusik. Wenn es die Zeit erlaubt, kommen ausgedehnte Spaziergänge mit meiner Frau und Radfahren hinzu.“

Wenn dann noch Zeit übrig bleibt, sieht man Albert Koster sicher auch noch ab und an auf dem Sportplatz. Zu erzählen gäbe es dann bestimmt noch genug.