1. Sport
  2. Sport aus der Region

Tim Garnier: Mehr als ein Lückenfüller

Eintracht Trier : Tim Garnier: Mehr als ein Lückenfüller

Der 22-Jährige nutzt nach dem Weggang von Milad Salem seine Chance und bietet sich im Mittelfeld an. An diesem Samstag (14 Uhr) trifft der SVE zu Hause auf die U 21 des 1. FC Kaiserslautern.

Obwohl er 1,87 Meter groß ist, fliegt Tim Garnier gerne mal unterm Radar. „Er spielt nicht immer auffällig, aber stets solide. Egal, wo man ihn hinstellt, er gibt immer Gas“, sagt Josef Cinar, Trainer von Eintracht Trier, über den 22-Jährigen.

Der Offensivspieler ist in seine vierte Saison im Oberliga-Team gegangen – mit neuer Aufgabe. Seine Position ist nicht mehr im Sturm, sondern im halblinken offensiven Mittelfeld. Nach dem Weggang von Milad Salem war eine Vakanz zu füllen – Garnier ist drauf und dran, die Chance beim Schopfe zu packen.

In der Sommervorbereitung kam Garnier erstmals im Test gegen die SV Elversberg II in zurückgezogener Position zum Einsatz. „Die Trainer haben am Tag vorher mit mir da­rüber gesprochen. Ich war direkt begeistert“, sagt Garnier, dem die neue Rolle nicht komplett fremd ist: „Ich habe in der Jugend hinter Vincent Boesen gespielt.“ Und auch bei den Senioren kam er zuweilen schon im Mittelfeld zum Zug. „Ihm liegt es, aus der Tiefe zu kommen“, sagt Cinar. Auch Garnier sieht für sich Vorteile in einer zurückgezogeneren Position: „Ich kann dort mehr Bälle verteilen und mein gutes Auge für Mitspieler einbringen.“

An den ersten beiden Oberliga-Spieltagen hat das schon mal geklappt. Zum Auftakt gegen Eisbachtal gab er die Vorlage zum 1:0 von Brandscheid. In Emmelshausen ließ er vor der Trierer Führung geschickt den Ball durch für den hinter ihm postierten Torschützen Maurice Roth.

Wie sieht’s nun aus gegen die U 21 des 1. FC Kaiserslautern? Wenn nichts dazwischenkommt, sollte Garnier wieder zur Startelf gehören. „Wir wollen die englische Woche mit einem weiteren Sieg abrunden“, sagt Garnier.

Cinar stuft die kleinen Roten Teufel als „sehr spiel- und sprintstarke sowie dynamische“ Mannschaft ein. Zusammengehalten wird das Team der Pfälzer von Routinier und Ex-Drittliga-Akteur André Hainault (34). Cinar: „Er übernimmt auf dem Platz Coaching-Aufgaben und überzeugt mit Zweikampfstärke und gutem Stellungsspiel.“

Der Eintracht-Coach denkt angesichts der kräftezehrenden englischen Woche erneut über punktuelle Personal-Wechsel nach – womöglich im Sturm (kommt Amodou Abdullei zu seinem ersten Startelf-Einsatz?) und im Defensivbereich (erhält Henk van Schaik eine Bewährungschance?).