Top-Besetzung bei der Quali für 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

24-Stunden-Rennen : Der nächste Gipfelsturm

Motorsport: Bei der Sechs-Stunden-Qualifikation für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist am Wochenende mit einer Top-Besetzung zu rechnen.

Es ist mehr als nur ein „Hauch von 24-Stunden-Rennen“: Das ADAC-Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring an diesem Sonntag für den Motorsport-Marathon vom 20. bis 23. Juni ist der ultimative Härtest für die besten Langstrecken-Piloten.

Mehr als 100 Teams haben sich angemeldet, um diese letzte Gelegenheit zu nutzen, die Autos  auf den Saison-Höhepunkt abzustimmen. 30 Fahrzeuge in den siegfähigen Klassen und viele Langstreckencracks aus der Region nehmen das sechsstündige Rennspektakel (Start 12 Uhr) auf der Grandprix-Strecke und der Nordschleife in Angriff.

Dass beim 24-Stunden-Qualifikations-Rennen die geschlossene Phalanx der Topteams antritt, hat gute Gründe. Das Rennwochenende bietet die perfekten Voraussetzungen für die Vorbereitung. Am Samstag, 18. Mai, gibt es dreistündige Test- und Einstellfahrten auf der Grand-Prix-Strecke, bevor es ab 12.15 Uhr  ins freie Training auf der Nordschleife geht.

Ab  18.45 Uhr gibt es  ein zweieinhalbstündiges Qualifying, das bis in die Dunkelheit  geht und damit die gleichen Bedingungen wie beim 24-Stunden-Rennen bietet. Am Sonntag findet ab 8.30 Uhr das zweite Qualifying statt, im Anschluss geht es beim Top-30-Qualifying im Einzelzeitfahren der schnellsten Teams um die Pole Position. Das sechsstündige Rennen beginnt  um 12 Uhr.

Im Fokus steht unter anderem der Bitburger Thomas Mutsch in dem spektakulären Boliden der Scuderia Cameron Glickenhaus. Der Wagen lag in den vergangenen Jahren mehrfach mit den Siegkandidaten auf einem Level. Bisher fehlte es trotz Pole-Position aber an der Konstanz im Rennen. „Wir haben im Winter ausgiebig getestet und an der Standfähigkeit des Autos gearbeitet. Das müssen wir jetzt im Rennen umsetzen“, hofft Mutsch dieses Mal auf einen erfolgreichen Gipfelsturm.

Den zweiten Exoten pilotiert Oliver Kainz (Mayen/Daun), der mit Jürgen Krumbach und Alexander Mattschull einen Ferrari 488 GT3, ebenfalls in der Top-Klasse SP9, an die Startlinie bringt. Arno Klasen (Karlshausen) teilt sich mit dem Schweizer Alexander Walker einen Porsche Cayman in der Klasse V5.  Der Bitburger Alexander Köppen gehört mit Franco Arcidiacone, Marco van Ramshorst und Alexander Müller zum Fahrerquartett eines Porsche 718 Gts Cayman,  das Köppen Motorsport  einsetzt.

Darüber hinaus werden weitere Nordschleifen-Kenner aus der Region das Wochenende nutzen, um sich für das 24-Stunden-Rennen bestens zu präparieren. Vater Christian und Sohn Nico Menzel (Kelberg) sitzen am Steuer zweier verschiedener Nissan GT-R Nismo – gemeinsam mit Kollegen aus Japan, Australien, Italien und Frankreich. Das zweite Vater/Sohn-Duo teilt sich ein Fahrzeug: Axel und Max Friedhoff (Bergweiler bei Wittlich) pilotieren mit Jan Kasperik (Huglfing) und dem US-Fahrer Andres Serrano einen Porsche Cayman GT4 aus dem Clubsport-Programm der Zuffenhausener. Den gleichen Boliden steuert der Kelberger Thomas Bernau.

Der amtierende VLN-Champion löst sein „Ticket“ für den Gewinn der Meisterschaft ein: Philipp Leisen (Irrel) geht mit seinen beiden Partnern Dany Brink und Christopher Rink im von BMW Motorsport vorbereiteten M4 GT4 in der Klasse SP-X an den Start.

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