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Triathlon
Triathlon-Trier ist erstklassig!

FOTO: TV / Tim Dulfer
Trier/Baunatal. Nach einem verrückten Finale in der zweiten Bundesliga schafft die erste Mannschaft von Tri Post Trier den Aufstieg.

(teu) Beim Rückblick auf das letzte Rennen der zweiten Triathlon-Bundesliga Süd am vergangenen Sonntag stockt Marc Pschebizin immer noch der Atem. „Ich war nicht mehr weit weg vom Herzinfarkt“, sagt der Coach des Tri-Post-Trier-Teams. Eigentlich konnte beim finalen Rennen in Baunatal nicht mehr viel schiefgehen in Sachen Erstliga-Aufstieg. Die Trierer reisten zwar ohne Jens Roth, aber mit vier Punkten Vorsprung auf die hessischen Lokalmatadoren und Aufstiegskonkurrenten an.
Als das Quintett mit Tim Dülfer, Nicolas Krämer, Peter Morbe, Andreas Theobald und Nicolas Saurenz als Neuntplatzierte nach 750 Meter Schwimmen aus dem Wasser kamen, machte sich Pschebizin noch keine Gedanken: „Das war nicht beunruhigend, da die direkte Konkurrenz nur ein paar Sekunden vor uns lag.“ Der Gemütszustand des Tri-Post-Betreuers änderte sich nach der ersten von drei Radrunden über insgesamt 20 Kilometer. Saurenz konnte nicht mehr mithalten. „Das war so schon mal nicht geplant“, sagt Pschebizin.
Denn im Teamwettkampf stoppt die Zeit, wenn der vierte Athlet der jeweiligen Mannschaft das Ziel erreicht. Deshalb bleiben die Teams am besten zusammen, um sich gegenseitig Windschatten zu geben oder zu schieben. Saurenz‘ früher Ausfall war deshalb eine Schwächung.
Trotzdem fuhr das Tri-Post-Team auf den dritten Platz hinter den nicht aufstiegsberechtigten Mannschaften aus Darmstadt und Griesheim (deren erste Teams bereits erstklassig sind) vor. „Ich dachte: Super. Alles klar. Dann war plötzlich beim Einfahren ins Stadion unser Team völlig zerpflückt“, erzählt Pschebizin vom Wechsel auf die fünf Kilometer lange Laufstrecke.

Peter Morbe war beim Absteigen vom Rad ausgerutscht und hatte sich überschlagen. Humpelnd und blutig kam er in die Wechselzone. Drei Plätze gingen verloren. Der Aufstieg war in Gefahr. Doch das Quartett, besonders der verletzte Morbe, kämpfte sich zurück auf den vierten Platz hinter Baunatal. Diesen Kampf- und Teamgeist wird das Team im kommenden Jahr in der ersten Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga brauchen. Dann wartet die absolute deutsche Triathlon-Elite.