1. Sport
  2. Sport aus der Region

TRier: Der Abräumer mit Torjägerqualitäten bleibt ein Eintrachtler

Fußball : Der Abräumer mit Torjägerqualitäten bleibt ein Trierer

In der abgebrochenen Fußball-Oberligasaison war Maurice Roth der treffsicherste Eintrachtler. Nun hat der 27-Jährige seinen Vertrag verlängert.

Kampfstark, technisch versiert, schussgewaltig und in der inzwischen abgebrochenen Saison auch torgefährlich: Maurice Roth ist für den Oberligisten Eintracht Trier zu einem unverzichtbaren Bestandteil geworden. Da lag es auf der Hand, dass die Verantwortlichen mit dem 27-jährigen zentralen defensiven Mittelfeldspieler so schnell wie möglich den im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern wollten. Nun kann der SVE Vollzug melden: Roth hat sich für zwei weitere Spielzeiten an die Nullfünfer gebunden.

Vor seinem Wechsel vor drei Jahren war der gebürtige Landstuhler insgesamt fünf Saisons lang für den SV Morlautern aktiv. Nach dem Abstieg aus der Oberliga verließ er den Club. Inzwischen bekennt der aus der TSG Kaiserslautern hervorgegangene Roth: „Die Eintracht ist mein Verein geworden, ich liebe die Stadt und den Verein und trage nach wie vor voller Stolz die Porta auf der Brust. Es ist jedes Mal etwas Besonderes, im Moselstadion aufzulaufen.“

Roth spricht von einer „in den letzten Jahren in allen Bereichen positiven Entwicklung“. Und: „Wir sind noch lange nicht am Ende. Wir haben als Mannschaft sehr hart gearbeitet, um jetzt oben zu stehen und auf die Regionalliga hoffen zu können.“

Trotz des frühzeitigen, coronabedingten Saisonendes ist die Chance, nächste Spielzeit eine Etage höher antreten zu können, weiterhin da (siehe Extra). Roth sprüht nur so vor Ehrgeiz und sagt schon jetzt: „Wenn wir dort sind, ackern wir noch härter. Das kann ich versprechen. Ich habe einfach Bock, weiterhin Teil dieser Mannschaft und dieses Vereins zu sein.“

Im Kaiserslauterer Stadtteil Morlautern, unter seinem großen Förderer Karl-Heinz Halter, absolvierte er einst 77 Verbands- und 60 Oberligaspiele. 46 Tore gelangen dem 1,77 Meter großen Akteur dabei. Anfragen gab es auch im Frühjahr 2018 einige für ihn.

Warum er sich damals für die Blau-Schwarz-Weißen entschied, begründet Roth so: „Die endgültige Entscheidung war bei mir gefallen, als ich mir das Heimspiel gegen Homburg angeschaut hatte. Da bin ich zum Stadion gelaufen und hab die Fans schon von weitem singen gehört. Eintracht Trier ist natürlich deutlich professioneller organisiert, als ich das zuvor kannte und für diese Liga eine echte Hausnummer.“

Seine Goalgetterqualitäten stellte der kompromisslose Abräumer auch während den acht Punktspielen in der inzwischen annullierten Runde unter Beweis. Mit sechs Treffern war Roth da der torgefährlichste Trierer. Sogar ein Dreierpack gelang ihm Mitte Oktober beim 4:1-Erfolg in Karbach.

Trainer Josef Cinar, der seinen Kontrakt bereits verlängert hat (TV berichtete), ist erleichtert darüber, dass diese wichtige Personalie geklärt ist: „Mo geht als Leader immer voran. Er ist zu 100 Prozent ein Eintrachtler.“ Wenn der Ligabetrieb normal läuft und gerade keine Corona-Pause ist, fährt Maurice Roth mehrfach die Woche die rund 120 Kilometer aus seiner pfälzischen Heimat nach Trier – auch ein Beleg dafür, wie sehr er sich inzwischen mit dem Verein an der Mosel identifiziert.