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Trier-Ehrang: Klimmzüge für die Kylltalheber

Gewichtheben : Klimmzüge für die Kylltalheber: Auch die Sachsen helfen

Besonders hart von der Flut sind auch die Ehranger Schwerathleten betroffen. Umso erfreuter sind sie über die große Welle der Solidarität, die weit über die Grenzen der Region hinausgeht.

Als die Halle der Ehranger Gewichtheber bei der Flut im Juli bis zu 1,5 Meter unter Wasser gestanden hat, wurde so ziemlich das ganze Equipment der Sportler vernichtet. Die Kylltalheber beklagten einen Schaden im fünfstelligen Bereich. Diesen Betrag kann der Verein selbst nicht stemmen. Die Halle wird wohl voraussichtlich bis Ende 2022 nicht zu benutzen sein. Sogar die Zukunft des Vereins war stark gefährdet.

Wie gerufen kamen da die Hilfe der Fitnessstudios „Halle-Zwo“ aus Badem und „The Boxx“ (Trier). Sie boten sich als Ausweichstätten an, und der Trainings- und Wettkampfbetrieb konnte so gewährleistet werden. Zudem gingen Spenden aus der Region und darüberhinaus ein. So kam bislang ein Betrag im mittleren vierstelligen Bereich zusammen.

Als die befreundeten Gewichtheber des Dresdner SC (DSC) von der Katastrophe erfahren hatten, entwickelten sie zudem schnell eine besondere Idee, um den Sportskameraden in Ehrang zu helfen: Sie riefen ihre Abteilungsmitglieder zu einer Solidaritätsaktion auf. Das Motto: „Klimmzüge für die Kylltalheber.“ Für jeden in einer Serie realisierten Klimmzug wurde ein Euro gespendet. In den zehn Tagen, die für diese Aktion angesetzt waren, brachten die Sachsen 777 Klimmzüge zustande. Natürlich war man bei der Wertung, besonders bei den Kindern, nicht allzu streng – und konnte den Kylltalhebern aus Ehrang so auch 777 Euro überreichen.

Zum Saisonauftakt übergab Stefanie Berndt, Mitglied des DSC und in Trier lebende Studentin, den Betrag im Rahmen der Partie der ersten Mannschaft gegen Grünstadt (siehe Extra). Die Kylltalheber und die Zuschauer bedankten sich mit viel Applaus für diese Geste.

Es war ein weiterer wichtiger Baustein für den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe.