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Trier/Hostert: Lars Schäfer trainiert künftig in Luxemburg

Fußball : Lars Schäfer trainiert künftig in Luxemburg

Früherer Salmrohrer übernimmt den US Hostert und will auch deusche Fußballer ins Großherzogtum lotsen.

Das ging fix: Knapp drei Wochen nach seinem Abgang beim Fußball-Oberligisten FSV Salmrohr (TV berichtete) hat Lars Schäfer bereits einen neuen Verein gefunden. Der 39-Jährige steigt zur neuen Saison beim Luxemburger Club US Hostert ein. Aktuell belegt die Mannschaft des im Osten des Großherzogtums in der Gemeinde Niederanven beheimateten Vereins den drittletzten Rang in der BGL-Ligue und damit einen von zwei Relegationsplätzen. Schäfer hat unabhängig von der Ligazugehörigkeit einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben und beerbt Henri Bossi, der Mitte April angekündigt hatte, sein Engagement bei den Grün-Weißen nicht zu verlängern.

Schon kurz nach seiner Demission in Salmrohr habe das Telefon bei ihm nicht still gestanden, und Vereine hätten sich wegen einer möglichen Zusammenarbeit ab Sommer gemeldet, sagt Schäfer im TV-Gespräch. Besonders intensiv habe sich neben Hostert auch der aktuelle Tabellenführer der zweitklassigen Ehrenpromotion aus Käerjeng um seine Dienste bemüht.

Den Ausschlag zugunsten von Hostert hätten die vertrauensvollen Gespräche mit Präsident Jacques Wolter, die familiäre Atmosphäre im Verein und die guten Perspektiven gegeben: Demnach plane der Verein im heimischen Stade Jos Becker mit der Erweiterung der Haupttribüne und einer Überdachung der Ränge auf der gegenüberliegenden Seite den Ausbau der Infrastruktur. Keinen Hehl macht Schäfer daraus, auch den einen oder anderen deutschen Spieler nach Hostert lotsen zu wollen. Aus seiner Salmrohrer Zeit kennt Schäfer noch Rasheed Eichhorn, der sich 2018 nach zwei Jahren beim FSV dem US Hostert anschloss.

Erfahrung in Luxemburg sammelte Schäfer nach seiner Regionalliga-Zeit bei Eintracht Trier, als er von 2010 an für drei Saisons beim FC Swift Hesperingen aktiv war, ehe es ihn nach Salmrohr zog. Beim FSV spielte der gebürtige Neuwieder zunächst, war dann Co-Trainer, ehe er Ende Oktober 2017 Peter Rubeck als Cheftrainer beerbte und dann fast viereinhalb Jahre im Amt blieb.

Auf seine Zeit in Salmrohr blickt der in Trier-Pfalzel lebende und im Öffentlichen Dienst beschäftigte Schäfer positiv zurück: „Wir können uns alle noch in die Augen schauen, und mit meinem Rücktritt trat der von mir gewünschte Effekt ein: Es gab seitdem sieben Punkte aus drei Spielen. Offenbar hat das der Mannschaft noch mal einen Impuls im Kampf um den Klassenverbleib gegeben.“