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Trier-Irsch: Auf der Suche nach Automatismen

Fußball-Kresliga B Trier/Saar : Auf der Suche nach Automatismen

Kreisliga B Trier/Saar: Mit vier Punkten aus drei Spielen fällt die Startbilanz des SV Trier-Irsch eher bescheiden aus. Woran Spielertrainer Tobias Spruck das festmacht, und warum er dem kommenden Gegner SG Kanzem/Wawern mit einigem Respekt entgegenblickt.

Mächtig ausgebremst wurden sie beim SV Trier-Irsch in der vergangenen Saison. Als ab Ende Oktober coronabedingt nichts mehr ging, hatte das Team der beiden Spielertrainer Tobias Spruck und Philipp Hermes sieben Siege und ein Remis auf dem Konto – bei einem beeindruckenden Torverhältnis von 43:3. Die Runde wurde unter-, dann abgebrochen und später annulliert. In der Sommerpause verließ dann mit Elias Heitkötter der Topleistungsträger den Verein Richtung Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst.

Sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, ist aber nicht das Ding der Blau-Weißen, die seit Jahren von ihrer nachhaltigen Jugendarbeit profitieren. Das Ziel Meisterschaft gaben sie beim SV Irsch vor dieser Runde aus, obschon Coach Spruck weiß, dass „es mit Nittel, dem VfL Trier, Wasserliesch und inzwischen auch Pellingen, das einen guten Flow hat, starke Konkurrenten gibt“.

Der Start seiner Mannschaft verlief eher schleppend: Dem 0:2 zum Auftakt beim SV Krettnach („Da haben wir wirklich schlecht gespielt.“) folgte ein 1:1 gegen die SSG Maria­hof („Von der Chancenverwertung her hätten wir da auf jeden Fall gewinnen müssen.“). Den ersten Punktspielsieg gab es dann im dritten Anlauf – mit 5:4 am vergangenen Sonntag bei der SG Hochwald-Zerf II. Mit 4:1 und 5:2 führten Spruck und Co. bereits, ehe es gegen Ende noch einmal eng wurde.

„Wir hatten und haben immer wieder verletzungs- und urlaubsbedingte Ausfälle. Da mangelt es noch an Automatismen“, nennt Spruck den wohl entscheidenden Grund für die bislang eher bescheidenen vier Punkte, die nach drei Spieltagen auf dem Konto seiner Mannschaft stehen. Jonas Hammes genauso wie Chris Grubeanu und Rik Karnatz mit Außenbandrissen, Marvin Theis im Aufbautraining, Sprucks Trainerkollege Hermes mit einem Sehnenriss im Oberschenkel, Christoph Nickl, der zuletzt urlaubsbedingt, Tobias Sprucks Bruder Nils, der aus beruflichen Gründen fehlte: Zahlreiche Leistungsträger waren in den ersten Wochen der neuen Saison (noch) nicht dabei. Neue Personalsorgen taten sich beim jüngsten Duell gegen die Hochwald-SG II auf, als Freddy Bucco (Zerrung) und Thomas Wagner (Außenbandriss) raus mussten.

Wenn die Verletzung von Philipp Hermes überhaupt ein Gutes hat, dann ist es der Umstand, „dass er sich das Geschehen in Ruhe von außen anschauen kann und ich mich mehr auf meine Tätigkeit als Spieler konzentrieren kann“, sagt Tobias Spruck, der 2018 vom Rheinlandligisten FSV Tarforst die wenigen Kilometer hinüber nach Irsch kam. 

Der Abgang von Elias Heitkötter habe geschmerzt, andererseits sieht der Coach andere mehr in der Verantwortung: „Wir haben etwa mit Semih Yöndem einen starken Mann, der viel Qualität mitbringt und Führungsaufgaben übernimmt.“ Der 22-jährige Mittelfeldspieler hat ein Zweitspielrecht und ist außerdem für den vorderpfälzischen Bezirksligisten FC Lustadt aktiv.

Dem kommenden Gegner SG Kanzem/Wawern sieht Spruck mit Respekt entgegen: „Im letzten Spiel vor dem Abbruch hat es gegen sie nur zu einem 1:1 gereicht. Nun gilt es, unsere Chancen zu nutzen.“

Mit einem Sieg würden die Irscher den Anschluss an die Spitzengruppe wieder herstellen – und das rechtzeitig vor dem übernächsten Duell am Sonntag, 12. September, bei der SG Obermosel Nittel.