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Trier/Koblenz: Jetzt wird im Rheinlandpokal doch gelost!

Fußball : Rheinlandpokal: Jetzt wird doch gelost!

Überraschende Kehrtwende: Nach einer mehrstündigen Beratung rückte das Präsidium des Fußballverbandes Rheinland (FVR) gestern Abend von seinem ursprünglich gefassten Plan ab, Eintracht Trier als Spielgegner des Regionalligisten Rot-Weiß Koblenz zuzulassen, und gab damit auch dem Druck einiger Vereine nach.

Demnach soll am 29. Mai im Koblenzer Stadion Oberwerth im Rahmen des Finaltags der Amateure ein Entscheidungsspiel zur Qualifikation für den DFB-Pokal ausgetragen werden. Dabei trifft Rot-Weiß Koblenz auf einen Gegner, der am Montag unter den noch im Wettbewerb verbliebenen Teilnehmern ausgelost wird.

Im Lostopf werden jene Vereine sein, die ihre Bereitschaft erklären, in jenem Entscheidungsspiel anzutreten – mit Ausnahme der Spielgemeinschaften, da diese im DFB-Pokal nicht zugelassen sind. Sollte die Partie coronabedingt nicht bis zum Meldetermin am 1. Juli ausgetragen werden können, sollen die Koblenzer als höchstklassig spielendes Team des Verbands für die erste DFB-Pokal-Runde gemeldet werden.

Unabhängig davon fordert der FVR die 37 im Wettbewerb verbliebenen Vereine und Spielgemeinschaften auf, sich bis Sonntag festzulegen, ob sie den Rheinlandpokal zu Ende spielen wollen. Das gilt aber nur, sofern es die Corona-Lage zulässt und der Wettbewerb erst nach dem 30. Juni und damit erst nach der Meldefrist für den DFB-Pokal beendet werden kann.

In einer Pressemitteilung des FVR heißt es abschließend: „Unter weitgehender Berücksichtigung der unterschiedlichen Stellungnahmen der Vereine hat das Präsidium somit von seinen ursprünglich den Vereinen vorgetragenen Vorschlägen Abstand genommen.“ In einer Videokonferenz hatte das Präsidium den Vereinsvertretern am vergangenen Mittwoch seinen Plan offenbart, Eintracht Trier als bestplatzierter FVR-Oberligist gegen Rot-Weiß Koblenz antreten zu lassen. Gerade unter den übrigen, im Wettbewerb verbliebenen Clubs (TuS Koblenz, FV Engers, FSV Salmrohr, FC Karbach) sorgte das für heftigen Widerstand.  

Über die Hintergründe ihrer Entscheidung wollen FVR-Präsident Walter Desch, Vizepräsident Gregor Eibes, Rechtswart Norbert Weise und der Spielausschussvorsitzende Bernd Schneider am Mittwoch, 14.30 Uhr, informieren.