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Trier Peter Schermann bricht Alpenüberquerung mit Mountainbike ab

Radsport : Schermann bricht Alpenüberquerung ab

Trierer erkrankt nach fünfter Etappe des Transalp für Mountainbiker.

(teu) Ein bisschen im Gardasee baden konnte Peter Schermann wieder, aber die Art, wie der 33 Jahre alte Radsportler aus Trier von Nauders in Österreich am nördlichen Rand der Alpen über das Gebirge, war nicht die, die der Mountainbikefahrer sich vorgenommen hatte. Nach fünf von sieben Etappen des Bike Transalp bracht er das Rennen ab.

„Das habe ich mir natürlich ein bisschen anders vorgestellt. Aber so etwas gehört auch dazu“, sagte Schermann. Von Beginn an lief es nicht optimal. Etwa 60 Watt weniger als normal brachte Schermann an den ersten beiden Tagen aufs Pedal. Bei der dritten Etappe von Bormio nach Aprica kam dann noch Pech dazu. Schermann lag in der Tageswertung auf dem dritten Platz, als er zusammen mit einigen anderen Fahrern kurz vor dem Ziel eine Abzweigung verpasste. Zeitstrafe statt Podiumsplatzierung war das Resultat. Nun wäre Aufgeben nicht das Ding des ehemaligen Basketballspielers, der vor vier Jahren einen Schlaganfall erlitt, sich aber zurück in die MTB-Elite kämpfte. Doch auch an den folgen beiden Tagen konnte er nicht die gewohnte Leistung abrufen. Schermann entschied sich in Absprache mit Trainer Björn Kafka und seinem Team Embrace the World zum Rennabbruch.

Wie richtig die Entscheidung war, zeigte die Reaktion von Schermanns Körpers, als er zur Ruhe kam. Als sich die übrigen Fahrer für die sechste Etappe fertig machten, wachte er mit Halsschmerzen auf. Es war wohl eine Infektion, die Schermann bei der Alpenüberquerung ausbremste. Nach einem gründlichen Checkup liebäugelt Schermann aber bereits mit der nächsten Herausforderung: dem MTB-Marathon-Weltcuprennen in der Türkei am 1. August.