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Trier/Salmrohr: Oberligisten erwartet eine XXL-Winterpause

Fußball : Oberligisten erwartet eine XXL-Winterpause

Wann es wieder losgeht, und wie die weiteren Eckdaten der neuen Saison sind, klärten die Clubs bei einer virtuellen Zusammenkunft. Mit dabei waren auch Vertreter von zwei Vereinen, die am liebsten damit eigentlich gar nichts mehr zu tun hätten.

Wer aus der Teilnahme der Verantwortlichen von Eintracht Trier und Wormatia Worms an der Video-Konferenz der Fußball-Oberligisten schließen wollte, dass sich die beiden Traditionsclubs im Kampf um die Regionalliga-Zulassung nun geschlagen gegeben haben, sah sich am Ende der virtuellen Veranstaltung eines Besseren belehrt. Den Gang vor ein Zivilgericht schloss da der Sportliche Leiter der Wormser, Norbert Hess, nicht aus. Triers Vorstandssprecher Alfons Jochem bekräftigte am Donnerstagabend, auf juristischem Wege weitermachen zu wollen und zunächst das Schiedsgericht der Regionalliga anzurufen (TV berichtete mehrfach).

Einig waren sich Jochem und Hess, dass der Fußball-Regionalverband Südwest nach der coronabedingt annullierten Saison 2020/21 um das Aufstiegsrecht seiner Vertreter engagiert gekämpft habe. Dafür gab‘s via Bildschirm ein „Daumen hoch“ und ein Dankeschön von Präsident Hans-Dieter Drewitz, der den Vertretern der auch in der neuen Saison zunächst auf zwei Zwölferstaffeln aufgeteilten Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar mitteilte, beim nächsten Verbandstag am 2. Oktober in Saarbrücken nicht mehr zu kandidieren.

Mit Hans Bernd Hemmler (Daun-Pützborn) hat ein anderer, langjähriger Verbandsfunktionär bereits vor kurzem all seine Ämter aus gesundheitlichen Gründen abgegeben, so die Information von Spielleiter Bernd Schneider.

Für die neue Saison plant der Oberliga-Boss aus Wissen an der Sieg den gleichen Modus, wie er auch für die aufgrund der Pandemie allerdings bereits im Oktober zunächst unter-, später abgebrochene und dann annullierte Saison angedacht war: Nach der Vorrunde, in der jeder gegen jeden einmal zu Hause und auswärts spielt und damit auf 22 Partien kommt, werden jeweils die sechs in der ersten und die in der zweiten Tabellenhälfte der Staffeln platzierten Mannschaften zusammengeführt. Sie ermitteln dann zum einen den Aufsteiger und den Teilnehmer an den Relegationsspielen zur Regionalliga. Zum anderen werden zwischen vier und acht Absteiger ausgespielt. Diese Zahl hängt von den Regionalliga-Absteigern aus dem Fußball-Südwesten und von der Frage ab, ob der Zweite auch aufsteigt. „In jedem Fall wollen wir die Zahl der Oberligisten auf 22 verringern“, sagte Schneider. 

Sein Vorschlag, nach dem Saisonstart am mittleren August-Wochenende (13.-15.) mit vier englischen Wochen bis zum zweiten Dezember-Sonntag zu spielen und dann mit den Play-offs erst am 19. März 2022 zu starten, stieß bei einigen Vereinsverantwortlichen auf wenig Begeisterung. Die rund dreieinhalbmonatige Winterpause sei für die Fußballer viel zu lang. Zudem könnten hier keine Zuschauereinnahmen generiert werden, so die Kritik.

Schneider hielt dagegen, dass man so die kalte Jahreszeit umgehe. „Wenn die Corona-Zahlen im Winter noch mal steigen sollten, würde uns eine längere Pause eventuell auch gut passen“, meinte der Spielleiter zudem.

Sowohl Eintracht Trier, wie auch der durch den Zweiten Vorsitzenden Karl-Heinz Kieren vertretene FSV Salmrohr votierten gemeinsam mit einer knappen Mehrheit für die längere spielfreie Zeit. Diese soll nun auch im Spielplan so berücksichtigt werden. Bereits im Vorfeld der Videokonferenz hatten sich die Clubs darauf verständigt, dass künftig (auch) in der Oberliga bis zu vier Spielerwechsel vorgenommen werden dürfen.

Zum Abschluss der Online-Veranstaltung äußerte Bernd Schneider gleich einen Vierfach-Wunsch: „Hoffentlich können wir diesmal auch die Runde durchspielen, erwischt uns keine weitere Corona-Welle, bleiben wir alle gesund – und können die Mannschaften vor möglichst vielen Zuschauern spielen.“ Aktuell sind Begegnungen vor (nur) bis zu 500 Besuchern möglich.