Fußball-Oberliga: Trier siegt 2:0 gegen Elversberg II: Moselstadion wird zum Tollhaus (mit Videos)

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Die Eintracht ringt die Saarländer mit unbändigem Willen nieder. Die Einwechselspieler Kinscher und Sinanovic treffen für die Moselaner.

Als die letzten zehn Minuten angebrochen waren, bliesen die Fans im Moselstadion zum Halali. Der Eintracht-Trier-Wechselgesang zwischen Gegengerade und Haupttribüne sollte die Mannschaft nochmal pushen. Und das tat er auch. In der 84. Minute gelang Dominik Kinscher nach Pass von Milad Salem das erlösende 1:0 für die Moselaner. Riesenjubel im Team und unter den 1022 Zuschauern im Moselstadion.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit schloss Edis Sinanovic ein Wahnsinns-Solo aus ganz spitzem Winkel zum 2:0 ab. Das Stadion – ein Tollhaus.

Eintracht-Trainer Josef Cinar hatte ein glückliches Händchen bewiesen. Mit Kinscher und Sinanovic trafen zwei Einwechselspieler!

Interview mit Milad Salem: „Die Einwechslung von Kinschi war 1a“

Trier traf auf einen kompakten Kontrahenten, der sich nicht viele Fehler erlaubte. Schon früh zeichnete sich ein Geduldsspiel ab. Glück hatte Trier bei einem Kopfball von Christian Frank, der an den Pfosten ging (11.).

Mit der Zeit legte sich die Eintracht den Gegner zurecht. Kapitän Simon Maurer köpfte das vermeintliche 1:0, doch der Ball hatte zuvor bei der Ecke des enorm emsigen Milad Salem die Torauslinie überquert (17.). Fünf Minuten später setzte Maurers Innenverteidiger Kevin Kling einen Kopfball etwas zu hoch an (22.). Dann kam die Zeit von Elversbergs Torwart Joshua Blankenburg, der sich bei Abschlüssen von Maurice Roth und Leonel Brodersen erfolgreich streckte (34., 35.) und bei einer Chance von Roth goldrichtig in der Schussbahn stand (36.).

Im zweiten Heimspiel binnen vier Tagen hatte Coach Cinar drei Wechsel vorgenommen. Sinanovic, Kinscher und Jason Thayaparan blieben (zunächst) draußen, dafür standen Roth (nach Gelb-Rot-Sperre), Jonas Amberg und Sanoussy Balde in der Anfangsformation.

Spiel-Analyse von Eintracht-Trainer Josef Cinar: Warum er dem Publikum großes Lob zollt

Beim Aufsteiger aus dem Saarland wirkte zum zweiten Mal in dieser Oberliga-Saison Ex-Bundesliga-Spieler Gaetan Krebs mit.

Nach gut einer Stunde brachte Cinar frische Kräfte. Tim Garnier und Balde gingen raus, Sinanovic und Kinscher kamen in die Partie. Die Folge: Amberg wechselte in die Sturmmitte und Roth ins defensive Mittelfeld.

Trier hielt das Zepter in der Hand, versuchte, machte. Aber Elversberg II blieb eine harte Nuss. Die Gäste verschoben gut. Das machte es den willigen und nie aufgebenden Trierern schwer.

Bis Kinscher den Bann brach. Mit dem Sieg ist Trier zumindest über Nacht auf Platz zwei der Tabelle gesprungen – hinter Elversberg II, das trotz der Niederlage die Spitzenposition noch verteidigen konnte.

Spiel-Statistik:

Eintracht Trier: Wieszolek – Brodersen, Maurer, Kling, Kaluanga – Balde (63. Kinscher) – Amberg (80. Kahyaoglu), Roth, Salem, Heinz – Garnier (63. Sinanovic)

SV Elversberg II: Blankenburg – Steinmetz, Holzweissig, Frank, Koch – Brückner (86. Majchrzak), Krebs, Marchetti, Baier (66. Kölsch) – Darkaoui, Gabler (72. Schauer)

Tore: 1:0 Kinscher (84.), 2:0 Sinanovic (90./+2)

Schiedsrichter: Adrian Kokott

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