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Trier - Stuttgart II: Kevin Heinz - „Brauchen wieder diese Energie“​

Eintracht Trier vor dem Heimspiel gegen Stuttgart II : Kevin Heinz: „Wir brauchen wieder diese Energie“

Auch der nimmermüde Außenverteidiger erlebt beim Fußball-Regionalligisten beschwerliche Wochen. Was ihm zu schaffen macht – und wie gegen den VfB Stuttgart II endlich wieder ein Heimsieg gelingen soll.

Für Kevin Heinz war es ein kleines Jubiläum. Im Spiel beim FC-Astoria Walldorf verzeichnete der Linksverteidiger von Eintracht Trier zuletzt seinen 50. Regionalliga-Einsatz. So richtig auf dem Schirm hatte der 28-Jährige die Zahl nicht: „Ich schaue nicht so sehr auf Statistiken. Wichtig für mich ist einfach, zu spielen.“

Das ,Spielen‘ fällt dem nimmermüden ,Fitness-Papst‘ in den Reihen des SVE seit längerem aber nicht so leicht. Seit Monaten schleppt der flinke Außenbahn-Akteur Fußprobleme mit sich herum. Schmerzhafte Ödeme, die sich bei jedem Schlag auf die betroffenen Stellen wieder verstärkt bemerkbar machen und derentwegen er am Anfang der Saison – ganz untypisch für ihn – mehrere Spiele pausieren musste: „Ich merke nach wie vor, dass mein Fuß noch nicht wieder ganz ausgeheilt ist. Manchmal geht es nur mit Schmerzmitteln. Ich hoffe, die letzten beiden Spiele vor der Winterpause noch gut über die Bühne bringen zu können.“

Heinz, der sich Mitte September zum frühestmöglichen Zeitpunkt wieder in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte, muss sich eingestehen, aktuell zuweilen nicht voll ans Leistungslimit herankommen zu können – trotz 100-prozentigem Einsatz. Da auch Sven König sowie Dominik Kinscher aktuell nicht die Konstanz aus der vorigen Oberliga-Saison aufweisen, drückt das ,magische Dreieck‘ auf Triers linker Seite den Spielen längst nicht mehr so sehr den Stempel auf. Heinz: „Das ist natürlich auch den Gegnern geschuldet, die besser sind als in der Oberliga und die sich vielleicht auch besser auf unsere Spielweise eingestellt haben. Wir müssen uns verbessern, indem wir unser Spiel variabler gestalten.“ Gerade zu Hause, wo der SVE angesichts einer im Moment großen Auswärtsschwäche wohl vor allem die nötigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt holen muss.

Die nächste Gelegenheit zu einem ,Dreier‘ ergibt sich an diesem Samstag im Moselstadion gegen den VfB Stuttgart II (14 Uhr), im letzten Heimspiel dieses Kalenderjahres. Der bis dato letzte Heimsieg datiert vom 30. September, zuletzt gab es in drei Partien vor heimischem Publikum nur einen Punkt und keinen eigenen Treffer (das zwischenzeitliche 1:0 gegen Freiberg resultierte aus einem Eigentor). „Auch zu Hause müssen wir wieder stärker werden, wieder im Schulterschluss mit den Fans diese Energie erzeugen, die es den Gegnern so richtig schwer macht“, sagt Heinz.

Im Hinspiel in Stuttgart führte Trier nach sieben Minuten schon mit 2:0, ehe der SVE kurz vor der Pause den Anschlusstreffer hinnehmen musste, der den VfB II zur kompletten Wende (4:2) einlud. „Wenn wir so starten sollten wie im Hinspiel, wäre das natürlich eine super Grundlage“, sagt Heinz – wohl wissend, dass es die Eintracht mit einem spielstarken Gegner zu tun bekommt. „Nochmal alles raushauen“, lautet die Maxime des 28-Jährigen. Und wer weiß: Vielleicht bringt auch diese Partie Bewegung in seine persönlichen Statistiken: Noch wartet der Außenverteidiger auf seinen ersten Regionalliga-Treffer.