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Trier: Wenn sich sechs Teams einen Platz teilen müssen

Sport und Infrastruktur : Wenn sich sechs Teams einen Platz teilen müssen

FSV Trier-Tarforst baut einen dritten Sportplatz, um damit gerade den Nachwuchs zu entlasten – Kosten schnellen in die Höhe.

 Mächtig Bewegung herrscht derzeit beim FSV Trier-Tarforst. Der Verein baut einen dritten Sportplatz – um damit gerade für die jüngeren Fußballer zwischen fünf und zwölf Jahren eine spürbare Entlastung im Trainings- und Spielbetrieb zu erreichen. „Bei uns sind knapp 300 Kinder und Jugendliche aktiv. Insgesamt kommen wir in der neuen Saison im Verein auf über 20 Mannschaften. Unsere beiden angestammten Plätze wären da wieder oft überbelegt. In der Vergangenheit haben sich teilweise bis zu sechs Teams parallel auf einem Platz aufgehalten – ein eigentlich unzumutbarer Zustand“, berichtet Jugendleiter Steffen Hilmer.

Trotz empfindlicher wirtschaftlicher Einbußen in der Corona-Phase – die Mitgliederzahl etwa sank binnen eines Jahres von 1500 auf 1420 – krempelt der FSV nun die Ärmel hoch. Zu Wochenbeginn starteten in unmittelbarer Nähe zum Rasenplatz an der Kohlenstraße die Rodungs- und Erdarbeiten. Bis Anfang September soll hier ein 40 mal 30 Meter großes Kunstrasenareal entstehen. Inklusive der Außenanlagen waren ursprünglich Kosten in Höhe von 150 000 Euro veranschlagt. „Mittlerweile bewegen wir uns Richtung 200 000 Euro, da weitaus mehr Gestrüpp entfernt und Erdmassen bewegt werden müssen, als zunächst angenommen“, sagt Geschäftsstellenleiter Dominik Lay.

Die Mehrkosten können den Verein aber nicht aus dem Gleichgewicht bringen, obschon neben einem städtischen Zuschuss von 15 000 Euro keine weiteren Gelder von der öffentlichen Hand oder Sportverbänden erwartet werden. „Wir greifen auf eigene Mittel zurück, müssen einen Teil finanzieren, hoffen aber auch auf viele Spender“, lässt Vorsitzender Werner Gorges durchblicken. Dafür hat der FSV eigens ein knapp zweiminütiges Video gedreht, in dem neben Jugendtrainern und Verantwortlichen auch die Tarforster Nachwuchskicker zu Wort kommen und unter anderem beklagen, wie beengt die Verhältnisse sind, und sie manchmal gar kein Spiel am Ende des Trainings machen können.

Vorsitzender Gorges betont, dass man mit dem neuen Areal nicht nur der sozialen Verantwortung für die Kinder in den Höhenstadtteilen gerecht werden will: Das Kleinspielfeld soll ab Herbst auch von weiteren Gruppen wie dem Senioren- oder Rehasport oder im Rahmen von Schulkooperationen genutzt werden.

Weitere Informationen zum Kleinspielfeld-Projekt des FSV Trier-Tarforst mit Links zur Spendenplattform und zum Video gibt es auf der Homepage des Vereins: www.fsv-trier-tarforst.de