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Trier: Zweimal Gold und einmal Silber für PST-Kampfsportlerin

Taekwondo : Zweimal Gold und einmal Silber für Trierer Kampfsportlerin

Nur in digitaler Form konnten die Deutschen Meisterschaften im Taekwondo ausgetragen werden. Doch davon ließ sich eine Athletin des Post-Sportvereins Trier nicht (negativ) beeinflussen – und räumte mächtig ab.

Seit fast zwei Jahren hat die Corona-Pandemie auch Auswirkungen auf den Leistungs- und Vereinssport. Während einige Veranstaltungen im Spätsommer noch größtenteils in Präsenz durchgeführt werden konnten, musste die für den Winter terminierte Deutsche Meisterschaft im Taekwondo-Formenlaufen (Koreanisch: Poomsae) digital ausgetragen werden.

Statt sich also mit der Konkurrenz vor Ort zu messen, hieß es für Sabrina Pütz, Trainerin und Sportlerin des PST-Trier, die zuvor ausgelosten Formendarbietungen in der vereinseigenen Toni-Chorus-Halle aufzunehmen und der Turnierorganisation zur Bewertung zuzusenden. Die Wettkämpfe wurden anschließend als Online-Event über die Plattform Youtube gestreamt.

Anders als bei der vorangegangenen digitalen Meisterschaft durften die Sportler aber dieses Mal wieder in ihren Team- und Paarklassen antreten. Um mit ihren neuen Teamkolleginnen Bärbel Reiner und Angelika Bußmann aus Bayern sowie ihrem Paarlauf-Partner Binh Duong aus Hessen überhaupt an den Start gehen zu können, mussten die Sportler einen Aufnahmeort finden, an dem alle zusammenkommen konnten. Nach sorgfältiger Überlegung trafen sich die Athleten in dem für alle zentral gelegenen Mainz, zeichneten die Läufe nach mehrstündiger Fahrt und wiederholten Testdurchgängen für das Turnier auf.

Der Aufwand und die Mühe sollten sich jedoch lohnen: Im Team der Damen über 30 Jahren sicherte sich das Trio mit einer sehr synchronen Darbietung und einem deutlichen Vorsprung auf die konkurrierenden Teams den deutschen Meistertitel. Auch im Paarlauf gab es Grund zur Freude: So reihten sich Pütz und Duong mit ihren dynamischen Läufen hinter den EM-Medaillengewinnern Bärbel Reiner und Stefan Brummer unter insgesamt acht Paaren auf Platz zwei ein.

Im Einzel der Damen zwischen 31 und 40 Jahre sorgte Pütz dann für eine große Überraschung: In der mit acht Startern besetzten Klasse konnte sie sich am Ende knapp gegen ihre starke Teamkollegin Bärbel Reiner behaupten, die sich noch im November den Vize-Europameistertitel erkämpft hatte.

Mit zwei Goldmedaillen und einer Silbermedaille geht damit ein sehr erfolgreiches, wenn auch ungewöhnliches Turnierjahr für die PST-Sportlerin vorüber. Mit den Platzierungen hat Pütz jedoch ein deutliches Zeichen in Richtung WM-Teilnahme in diesem Jahr setzen können.