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TV-Sportlerwahl 2020: Schirmherr James Marsh und sein Loblied auf die erbrachten Leistungen

TV-Sportlerwahl 2020 : Schirmherr James Marsh: Ein Loblied auf die erbrachten Leistungen

Die TV-Sportlerwahl 2020 steht unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Ab Montag, 11. Januar, kann über die Sieger abgestimmt werden. Alle Infos zu den Nominierten und Teilnahmemöglichkeiten gibt’s dann auf einer Doppelseite im Volksfreund.

Neues Jahr, alte Beschränkungen. Nach der gestern beschlossenen Verlängerung des Lockdowns bleiben auch für weite Teile des Sports in der Region die Türen vorerst verschlossen. Eine Perspektive, die angesichts des aktuellen Corona-Infektionsgeschehens nicht wirklich überraschend kommt, aber für die Sportler und Vereine zermürbend ist.

Auch für viele Teams und Athleten, die bei der regionalen TV-Sportlerwahl 2020 für die Konstantin-Preise nominiert sind, heißt es, sich weiter in Geduld und kreativen Ideen zur individuellen Trainingsgestaltung zu üben. Wobei es Ausnahmen gibt. Para-Radsportlerin Maike Hausberger (weilt zum Training auf Fuerteventura) und Ruder-Routinier Richard Schmidt (hat mit dem Achter das Training wieder aufgenommen) dürfen zum Beispiel das volle Programm abspulen. Sie blicken den Paralympics beziehungsweise Olympischen Spielen in Tokio entgegen.

Es ist ein zweischneidiges Schwert, wie Michael Bitdinger, Vorsitzender des Sportkreises Vulkaneifel, findet: „Bei allem Verständnis für coronabedingte Einschränkungen kritisiere ich die unterschiedlichen Regelungen bei den Einschränkungen der Trainingsbedingungen in den verschiedenen Sportarten. Bundeskader und Profisportler dürfen trainieren, sogar an Wettkämpfen teilnehmen, aber der Nachwuchs ist benachteiligt. Die Beachtung der Pandemieverordnung und die Vorlage eines Hygienekonzepts nützen nichts, wenn kein Zugang zu den Sportstätten erlaubt wird.“

Umso wichtiger sei es, dass der Ironman-Club Trier in Kooperation mit dem Trierischen Volksfreund, der Europäischen Sportakademie sowie Sponsoren auch in diesen schwierigen Zeiten mit der TV-Sportlerwahl 2020 ein Zeichen setze. Bitdinger: „Es ist wichtig zu zeigen, dass die Sportlerinnen und Sportler sowie Trainerinnen und Trainer unsere Unterstützung und Aufmerksamkeit erhalten. Ich bin dankbar, dass auch in dieser Zeit der Einschränkung die Leistungen verdienter Sportler, Sportlerinnen, Trainer und Trainerinnen gewürdigt und anerkannt werden, sie somit zu weiteren Erfolgen motiviert und sie gleichzeitig als Vorbilder für die Nachwuchsgewinnung dargestellt werden können.“

Foto: TV/Mirko Blahak

Klar ist: die regionale Sportlerwahl, die zum 15. Mal über die Bühne geht, findet unter anderen Vorzeichen statt. Einige Sportler, Trainer und Teams konnten sich 2020 mangels Meisterschaften und Wettbewerben schlichtweg nicht präsentieren und sich somit nicht für eine Nominierung ins Spiel bringen. „Es ist mir sehr schwer gefallen, in diesem Jahr an eine Sportlerwahl zu denken“, sagt denn auch Felix Jäger, Vorsitzender des Sportkreises Trier-Saarburg.

Eine Folge: Statt normalerweise fünf gibt es fürs Jahr 2020 in den insgesamt sieben Kategorien lediglich drei Kandidaten, die in die Endauswahl gekommen sind. Eine abgespeckte Version also, die aber zum Durchhalten animieren soll. Felix Jäger: „Die diesjährige Auszeichnung sollte auch Ansporn für alle Sporttreibenden sein, sich trotz einer unsicheren Zukunft fit zu halten und sich den kommenden Wettbewerben zu stellen.“

Die Fahne hochhalten, das ist auch aus Sicht von Günter Wagner, Vorsitzender des Sportkreises Bernkastel-Wittlich, ein Gebot der Stunde: „Jedes Zeichen und jede Aktion, zu der zweifellos auch die Sportlerwahl trotz aller Restriktionen und Einschränkungen im Sportbetrieb zählt, halte ich für die Präsenz und Bedeutung des Sports für sehr wichtig. Obwohl der Sportbetrieb durch die pandemiebedingten Restriktionen im vergangenen Jahr sehr stark beeinträchtigt war, konnten dennoch regionale, nationale und auch internationale Meisterschaften ausgetragen werden. Dies ist auch die Basis dafür, dass die Sportlerehrung, wenn auch nicht unter den normalen Gegebenheiten, in diesem Jahr durchgeführt werden kann.“

Angesichts der schwierigen Begleitumstände hat Ex-Basketballer James Marsh, der mit Trier 1998 und 2001 den deutschen Pokal gewann und Schirmherr der TV-Sportlerwahl 2020 ist, großen Respekt vor den gezeigten Leistungen der Kandidaten: „Das Sportjahr 2020 war ein Jahr, wie wir es noch nie erlebt haben. Auf allen Ebenen mussten die Menschen mit großen Einschränkungen fertig werden. Viele Sportveranstaltungen wurden abgesagt oder fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Gerade deshalb können die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler, die zur Wahl stehen, nicht hoch genug honoriert werden. Trotz einer ungewissen Zukunft haben sie sich zu Höchstleistungen motiviert.“

Um diese Trophäe geht’s: Bei der TV-Sportlerwahl werden die Konstantin-Preise vergeben. Foto: SZ/Typo_4,

Im Dezember hatte die Sportlerwahl-Jury, der die Sportkreis-Chefs, Vertreter des Ironman-Clubs Trier, des TV und der Europäischen Sportakademie angehören, aus den eingereichten Vorschlägen die Nominierten herausgefiltert. Ab kommenden Montag, 11. Januar, kann die Bevölkerung darüber abstimmen, wer in den einzelnen Kategorien die Konstantin-Preise gewinnt.

Wie geht’s konkret weiter? Am Montag stellt der TV auf einer Doppelseite alle 21 nominierten Sportler, Mannschaften und Trainer vor. Abgestimmt werden kann per Coupons, die im TV abgedruckt und in den Filialen der regionalen Sparkassen ausgelegt werden, sowie im Internet unter mitmachen.volksfreund.de.

Peter Michaeli, Vorsitzender des Sportkreises Bitburg-Prüm, hofft auf eine rege Beteiligung der Bevölkerung: „Wir wollen mit der Wahl ein anerkennendes und motivierendes Zeichen für alle Sportlerinnen und Sportler in dieser schwierigen Zeit setzen. Es gilt ein Stück Normalität zu zeigen und zu bewahren – da, wo es risikolos möglich ist.“

Unter den Partnern der Sportlerwahl sind die Sparkassen der Region neben der Bitburger Braugruppe sowie Fliesen & Sanitär Scholtes eine feste Größe. „Wir freuen uns sehr, die Sportlerwahl des Ironman-Clubs Trier wieder zu unterstützen. Wir sind stolz, Teil dieses großartigen Projektes zu sein, bei dem neben der sportlichen Leistung Aspekte wie Fairness und Integration gewürdigt und wertgeschätzt werden“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Trier, Peter Späth.

Rainer Düro, Sportlerwahl-Initiator und Präsident des Ironman-Clubs Trier, verbindet mit der Abstimmung einen Appell: „Wir wünschen uns, dass die Öffentlichkeit weiterhin zu den Vereinen steht, für die es nicht leicht ist, durch die Pandemie zu kommen.“