U23-Juniorinnen aus Trier rudern in EM-Finale

Rudern : Trierer U23-Juniorinnen rudern in EM-Finale

Lätizia Loch vom RV Treviris Trier belegt im Doppelzweier bei den U23-Europameisterschaften den fünften Platz. Annika Elsen und Katharina Bauer gewinnen B-Finale im Zweier.

Bevor Ruder-Olympiasieger Richard Schmidt ab Mittwoch in Bulgarien im Deutschlandachter um seinen fünften Weltmeisterschaftstitel kämpft, hatte der U23-Nachwuchs des RV Treviris Trier eine auf aufregende Europameisterschaft zu bestehen. Besonders Lätizia Loch musste bei den Kontinental-Titelkämpfen im weißrussischen Brest ihre Flexibilität unter Beweis stellen. Eigentlich sollte die 18-Jährige im Einer starten. „Aber eine aus dem Doppelzweier ist erkrankt und deshalb sollte Lätizia da starten“, erklärte Trainer Benedikt Schwarz. Für das größere Boot rechnete sich der Deutsche Ruder-Verband (DRV) - zu recht, wie sich zeigen sollte - bessere Chancen aus. Außerdem konnte so die dreimalige deutsche Meisterin und ehemalige Junioren-Weltmeisterin Laura Kampmann aus Essen doch noch ins Geschehen eingreifen. „Einen Tag vor der Regatta sind die beiden erstmals zusammen gerudert“, berichtet Schwarz.

Keine idealen Voraussetzungen, um international zu bestehen. „Doch dafür haben die beiden das gut gelöst und sind souverän ins Finale gefahren“, sagt der Treviris-Trainer, der bei der U23-EM auch zwei DRV-Boote betreute. Im A-Finale führen Loch/Kampmann auf der ersten Hälfte der olympischen 2000-Meter-Distanz in Schlagweise der Medaillenplätze. „Auf der zweiten Hälfte machte sich dann bemerkbar, dass sie nicht so eingefahren waren, wie die anderen“, analysiert schwarz das Rennen. Während Rumänien in 6:50,13 Minuten gewann, fuhr das deutsche Boot in 7:07,33 Minuten zehn Sekunden hinter den drittplatzierten Litauerinnen (6:57,75) als Fünfte ins Ziel. „Im Einer wäre es für Lätizia noch schwerer geworden ins Finale zu kommen“, glaubt Schwarz. Sein aus Schoden stammender Schützling hat aber noch drei U23-Jahre vor sich.

Sogar noch viermal in dieser Altersklasse startberechtigt sind Katharina Bauer und Annika Elsen. Als reines Treviris-Vereinsboot gewann der deutsche Zweier (im Gegensatz zum Doppelzweier hat jeder Ruderer nur einen sogenannten Riemen statt zwei Skulls zu bedienen) das B-Finale. Das bedeutete in der Summe den siebten EM-Platz. „Annika und Katharina waren die jüngsten im Feld. Im Hoffnungslauf hat man gemerkt, dass die drei bis vier Jahre ältere Konkurrenz physisch einfach schon weiter ist“, erklärt Schwarz.

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