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Ungebremste Torlaune: Eintracht Trier siegt 4:1 gegen Kaiserslautern II

Fußball-Oberliga : Ungebremste Torlaune: Eintracht Trier siegt 4:1 gegen den FCK II

Die Moselaner bleiben in der Nordgruppe das Maß aller Dinge. Ein Spieler schießt sich aus seinem Tief – und das gesamte Team schickt Grüße an einen Pechvogel.

Effizienz schlägt Ballbesitz: Auf diesen Nenner lässt sich der Trierer Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern II bringen. Die Pfälzer hielten häufig das Spielgerät in ihren Reihen, aber vielfach in einem Bereich, der für die Trierer ungefährlich war.

Wenn die Eintracht den Vorwärtsgang einlegte, wurde es dagegen mehr als einmal brenzlig für die Gäste. Die Konsequenz: drei Treffer schon zur Halbzeit. In der neunten Minute trug sich Edis Sinanovic in die Torschützenliste ein. Nach Zuspiel von Robin Garnier brachte er den Ball über die Linie – sein zweites Tor im zweiten Oberliga-Spiel hintereinander.

Beim anschließenden Jubeln dachten die Eintracht-Akteure an ihren Mitspieler Tim Garnier, der mit einem Kreuzbandriss mehrere Monate ausfallen wird. Sie hielten ein Trikot mit dessen Namen in die Luft. Später schickte Robin Garnier noch eine persönliche Aufmunterung an seinen Bruder, als er bei seiner Auswechslung in der 73. Minute das Trikot auszog, wodurch ein weiteres Jersey darunter mit dem Namen von Tim zum Vorschein kam. Parallel zeichnete Robin Garnier mit seinen Fingern ein Herz in die Luft.

Nach gut einer halben Stunde fiel das 2:0: Jonas Amberg traf per Kopf nach einem Eckball von Sven König (33.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann schon die Vorentscheidung: König schloss ein Solo durch den FCK-Strafraum, als er drei Gegenspieler stehen ließ, mit einem Schuss gegen die Laufrichtung von Gästetorwart Lorenz Otto zum 3:0 ab (45./+2).

Nicht nur König und Robin Garnier kehrten beim SVE in die Startelf zurück – auch Simon Maurer, Henk van Schaik und Kevin Heinz standen von Beginn an auf dem Rasen. Das Quintett hatte unter der Woche im Rheinlandpokalspiel bei der SG Ruwertal (5:2 nach Verlängerung) eine Verschnaufpause erhalten.

Schrecksekunde für den SVE in der 24. Minute: Lauterns Elias Huth ging hart in einen Zweikampf mit Robin Garnier – völlig unnötig an der Seitenlinie. Der FCK-Akteur kassierte Gelb – und der SVE bangte um die Gesundheit seines Mittelfeldakteurs. Doch Garnier konnte nach einer Behandlungspause weitermachen. Das SVE-Lazarett wächst nicht weiter.

Nach der Pause kamen auch die Gäste zu Torabschüssen, doch Triers Abwehr inklusive Torwart Denis Wieszolek ließ zunächst nichts anbrennen. Und einmal rettete der Pfosten, bei einem Schuss von Maximilian Fesser (78.). Auf der anderen Seite verpasste es die Eintracht erstmal, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten (Großchance König, 65.). Das holte dann aber Sinanovic nach, bei dem der Knoten endgültig zu platzen scheint. Nach Zuspiel von Christopher Bibaku traf er mit seinem zweiten Tor des Nachmittags ins lange Eck (4:0, 77.).

Triers imposante Siegesserie im Moselstadion hält, doch der SVE musste das erste Gegentor zu Hause in dieser Saison hinnehmen. Ein abgefälschter Ball von Adrian Colon landete im Netz (4:1, 82.).

Es war nur ein klitzekleiner Wermutstropfen angesichts eines insgesamt erneut souveränen Auftritts der Eintracht.

Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga, Maurer, van Schaik, Heinz – Fischer – Sinanovic (85. Kinscher), Amberg (55. Brandscheid), R. Garnier (73. Thayaparan), König (80. Siga) – Bibaku

1. FC Kaiserslautern II: Otto – Theobald (61. Aghajanyan), Kajinic, Hotopp, Fath – Fesser, Nicklis, Morabet (83. Rheinheimer), Bonianga (83. Reisinger) – Shaqiri (72. Colon), Huth

Tore: 1:0 Sinanovic (9.), 2:0 Amberg (33.), 3:0 König (45./+2), 4:0 Sinanovic (77.), 4:1 Colon (82.)

Schiedsrichter: Christoph Busch

Zuschauer: 1135