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Volleyball-Weltrekord in Wittlich: Neuer Versuch 2021

Volleyball : Weltrekord in Wittlich – Neuer Versuch 2021

24 Volleyballer aus der Region Trier wollten im April mit einem 121-Stunden-Dauermatch ins Guinness-Buch der Rekorde. Corona-bedingt wurde daraus nichts. Der Schockstarre folgte Trotz. Nun nehmen sie im Mai kommenden Jahres einen weiteren Anlauf.

Es war alles angerichtet. Die Spieler waren heiß, über mehrere Monate hinweg hatten sie sich vorbereitet. Das Rahmenprogramm stand, viele Sponsoren und Gönner hatten sich eingeklinkt. 24 Volleyballer – vornehmlich aus der Region Trier – wollten im April im Eventum Wittlich 121 Stunden am Stück baggern, pritschen und blocken und sich damit einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde sichern (der TV berichtete).

Doch dann kam Mitte März die corona-bedingte Absage. Eine Entscheidung, die alternativlos war. „Erst mal waren alle super enttäuscht. Wir hatten bis dahin schon so viel Engagement und Zeit reingesteckt und viel Zuspruch erfahren. Die Absage war unfassbar bitter. Uns wurde der Boden unter den Füßen weggezogen“, berichtet Mike Neuwinger. Der Ayler zählt zum Spielerkreis und Organisationsteam des Weltrekord-Versuchs.

Vier Wochen lang herrschte danach Funkstille. Alle Beteiligten mussten den Nackenschlag für sich verarbeiten. Doch aus der Schockstarre erwuchs Trotz. Neuwinger: „Wir haben uns gesagt, wir müssen raus aus der Lethargie und wieder angreifen.“

Gesagt, getan. Erste Überlegungen für einen neuen Termin wurden angestellt. Ein erneuter Versuch in diesem Jahr schied aus. Zum einen wegen wahrscheinlich weiterhin geltender Einschränkungen für den Hallensport. Und zum anderen, weil viele Spieler schlicht nicht nochmals eine Woche Urlaub für das Projekt bei ihren Arbeitgebern einreichen können.

Also geht’s ins nächste Jahr. Vom 24. Mai (Pfingstmontag) bis 29. Mai wollen die Weltrekordjäger nun endgültig im Eventum auf dem Feld stehen. Mit dem Benefiz-Radler e.V. aus Plein gibt’s für den zweiten Anlauf einen neuen Partner als Veranstalter.

Doch es gibt noch einige Fragezeichen. Wird die Corona-Krise bis dahin überwunden sein, um solch eine Großveranstaltung durchziehen zu können? Ab wann können die Volleyballer wieder in eine geregelte Vorbereitung einsteigen, die bei solch einer Mammutaufgabe nicht zu unterschätzen ist? Und bleiben alle Beteiligten an Bord?

„Man muss realistisch sein: Einige (lokale) Firmen, die zu unseren Unterstützern zählen, haben wegen Corona mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Man muss sehen, inwieweit sie weiter an unserer Seite stehen können“, sagt Neuwinger, der aber auch betont: „Wir sind ganz gut aufgestellt und müssen in der Neuplanung keineswegs bei Null anfangen.“

Laut Neuwinger soll der Kern der Spielergruppe bestehen bleiben. Familienplanungen und berufsbedingte Ortswechsel könnten aber Lücken reißen. Deshalb suchen die Volleyballer bereits nach neuen Kandidaten, die zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Sichtungstraining eingeladen werden sollen.

Und reichen in einem Jahr die angepeilten 121 Stunden, um noch neuer Rekordhalter zu werden? Aktuell liegt die zu knackende Bestmarke bei 101 Stunden.

Neuwinger gibt sich in diesem Punkt entspannt: „Ich gehe nicht davon aus, dass uns bis dahin jemand anderes dazwischengrätscht. Andernorts – beispielsweise in Europa – darf ja momentan auch nicht gespielt werden. Und selbst wenn jemand anderes 121 Stunden schafft – dann spielen wir halt 123 Stunden lang.“

Der Kern der aktuellen Spielergruppe soll beibehalten werden. Vereinzelte Veränderungen wird es aber geben. Foto: privat

Weitere Informationen gibt es im Internet: www.volleyball-marathon.de