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DAUN
WM-Vorbereitung in der Eifel

Der Vulkanbike lockt am Samstag wieder weit mehr als 1000 Mountainbiker auf die bis zu 100 Kilometer langen Strecken rund um Daun und die Maare.
Der Vulkanbike lockt am Samstag wieder weit mehr als 1000 Mountainbiker auf die bis zu 100 Kilometer langen Strecken rund um Daun und die Maare. FOTO: Holger Teusch, Unterm Bergfried 20, 54538 Bausendorf, Telefon 06532/954022 / Holger Teusch
DAUN. Topsport rund um Daun: Der Vulkanbike-Mountainbike-Marathon lockt am Samstag wieder viele Hundert Radsportler in die Eifel.

Olympiasiegerin Sabine Spitz fehlt, aber Peter Schermann kommt! Die 18. Auflage des Vulkanbike-MTB-Marathons rund um Daun geht am Samstag (8. September) ohne die erfolgreichste deutsche Mountainbikerin, aber mit dem für die Marathon-Weltmeisterschaft qualifizierten Trierer über die Bühne.
Für Vulkanbike-Botschafterin Spitz stand das Rennen in der Eifel wegen der zeitgleich stattfindenden Cross-Country-Weltmeisterschaft in der Schweiz sowieso nicht im Kalender. Gestern musste die 46-Jährige, die seit 1995 bei jeder WM in der olympischen Disziplin dabei war, auch diesen Start absagen. Stattdessen wolle sie die Zeit nutzen, sich den letzten Schliff für die vom 14. bis 16. September in Auronzo di Cadore (Italien) ausgetragene Marathon-WM zu geben.
Für diesen Feinschliff hat Peter Schermann den Vulkanbike ausgewählt. Der 30-jährige Trierer hatte sich im Juli für das WM-Profirennen qualifiziert. Statt wie ursprünglich geplant über die Ultradistanz von 100 Kilometern startet er beim Vulkanbike aber nur über den Halbmarathon. „Ich habe die letzten drei Wochen sehr viel trainiert und mein Trainer meinte, das reicht“, erklärte Schermann. Auf der 65 Kilometer langen Strecke rund um Daun wolle er sein neues Rad unter Wettkampfbedingungen testen.
Schonung ist trotz seines WM-Debüts eine Woche später nicht angesagt: „Ich will Gas geben!“ Vor drei Jahren hatte der ehemalige Basketballer als Radsport-Neueinsteiger hinter dem luxemburgischen Meister Pascal Triebel den zweiten Platz belegt. „Der ist ja nicht mehr dabei ...“, deutet Schermann seine Ambitionen an.
Im beliebtesten Vulkanbike-Wettbewerb (Donnerstagmittag: 426 Online-Anmeldungen) fehlen bei den Männern voraussichtlich die drei Erstplatzierten des Vorjahres. Dafür bekommt Schermann Konkurrenz unter anderem von seinem Mannschaftskameraden Sebastian Breuer vom Team Embrace the World. Bei den Frauen ist aus der Region unter anderem Karina Zenz vom RV Schwalbe Trier gemeldet. Sie trifft auf die ehemalige Kunstradfahr-Weltmeisterin Tanja Wittig (Mainz).
Auf der Marathondistanz (85 Kilometer) hat sich Vorjahressieger Remco Smits aus den Niederlanden wieder angesagt. Bei den Frauen will Inge Feenstra-de Jong nach dem zweiten Platz 2017 den niederländischen Doppelsieg perfekt machen. An ihrer Seite steht ihre für das TechniBike-Team startende Landsfrau und Vorjahresdritte Tamara Rumuller.
Ohne Sabine Spitz geht auf der Ultradistanz über 100 Kilometer Bettina Dietzen aus Ulmen in der Eifel aussichtsreich ins Rennen. Die 42-Jährige stand auf der Königsdistanz schon mehrfach auf dem Podest, war im vergangenen Jahr Dritte und konnte 2013 sogar gewinnen. Bei den Männern gibt es ein Wiedersehen mit dem aus Hetzerath stammenden Extremsportler Rudi Döhnert. Gespannt sein darf man auf das Abschneiden des für Koblenz startenden Prümer Timo Igelmund.
Insgesamt standen gestern rund 1400 Namen in der Online-Meldeliste. In den speziellen Jugend-Cup-Rennen für den Nachwuchs sind besonders die jungen Lokalmatadore des SV Darscheid sowie RSC Prüm und RSC Stahlross Wittlich gut vertreten. Für sie geht es auch um Rheinland-Pfalz-Titel.