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Fußball
Warum Dänemark nun Weltmeister ist

FOTO: TV / Schramm, Johannes
Haben Sie bei Dänemark gegen Peru auch das Fußballfieber gespürt, wie es nur ein echtes WM-Endspiel auslösen kann? Moment, halt mal, werden Sie jetzt denken, leidet dieser TV-Redakteur unter echtem Fieber, das war doch nur ein Vorrundenspiel.

Tatsächlich aber gibt es Statistiker auf der Welt, die Buch über eine inoffizielle Weltmeisterschaft führen, was selbst dem Magazin 11Freunde jüngst eine Geschichte wert war. Der Ablauf ähnelt dem Boxen: Wer einen Kampf (in dem Fall ein Fußballspiel) gegen den amtierenden Weltmeister (in dem Fall den inoffiziellen) gewinnt, heimst den Gürtel (in dem Fall den imaginären WM-Pokal) ein. Angefangen hat die Geschichte 1873, als England gegen Schottland 4:2 gewann und sogar ohne Wembley-Tor erster inoffizieller Weltmeister wurde. Wer diesen danach besiegte, war neuer Titelträger. Über den Weg kamen gar schon die Niederländischen Antillen, Angola und – kaum zu glauben, aber wahr – die Niederlande zu Titel­ehren. Jüngster Weltmeister war Peru. Bis zur 0:1-Niederlage gegen Dänemark bei der echten WM. Die Freude der Dänen darf aber nicht lange währen. Schon am 21. Juni spielen sie gegen Australien das nächste inoffizielle WM-Finale.