| 20:18 Uhr

TV-Serie Spochtipedia
Aus dem Eiskanal auf die Fechtbahn

 Johannes Gleißner, Fechter beim PST Trier
Johannes Gleißner, Fechter beim PST Trier FOTO: TV / privat
Trier. Was begeistert Jugendliche am Fechten? Der TV sprach mit dem Nachwuchsfechter Johannes Gleißner vom PST Trier (Foto: privat). Der zwölfjährige  Schüler an der Integrierten Gesamtschule Trier hat vor vier Jahren mit dem Fechten begonnen.

Fußball oder E-Sports liegen bei Kindern im Trend, aber Fechten …? Wie bist du zu dem Sport gekommen?

Gleißner: Ich habe nach einem etwas anderen Sport gesucht, als ich mit der Familie vor mehreren Jahren nach Trier gekommen bin. Vorher habe ich in Winterberg im Sauerland gelebt und dort Rodeln betrieben. Ich habe im Internet nach Sportvereinen in Trier gesucht und bin aufs Fechten gestoßen. Bei einem Probetraining hat es mir gefallen.

Wie viel Respekt hast du vor der Sportart und der Fechtwaffe?

Gleißner: Sehr viel Respekt. Die Waffe kann gefährlich sein, wenn man nicht richtig mit ihr umgeht. Fechten ist ziemlich anstrengend, da es ein Ganzkörpersport ist.

Ist es nervig, so viele Kleidungsstücke anzulegen, bevor es ans Training geht?

Gleißner: Es gibt ziemlich viele Schlaufen und natürlich das Kabel. Aber inzwischen geht das Anziehen ruckzuck.

Wie sehr schwitzt du unter der Kleidung und der Fechtmaske?

Gleißner: Unter der Kleidung kann es ziemlich warm werden. Bei einem Gefecht, das zehn Minuten lang ist, kommt man schon extrem ins Schwitzen.

Und was siehst du durch die Maske?

Gleißner: Man sieht alles ein wenig dunkler durch das schwarze Netz. Aber man sieht das Wesentliche – die Waffe und den Gegner.

Wie schwer ist Fechten zu erlernen? Der Sport ist komplex.

Gleißner: Als ich anfing, wusste ich nichts über das Fechten. In Märchen im Fernsehen habe ich Schwertkämpfe gesehen. Aber das Sportfechten ist etwas ganz anderes. Zum Beispiel wird gar nicht so viel mit den Fechtwaffen herumgefuchtelt.

Was braucht man fürs Fechten?

Gleißner: Man braucht Schnelligkeit, Ausdauer, ein gutes Auge. Und Entscheidungsfreude.

Was willst du im Fechten erreichen?

Gleißner: Für mich ist es erst mal ein Freizeitsport. Sollte ich merken, dass ich echt gut bin, dann könnte es auch etwas Wichtigeres werden.

Das Interview führte Mirko Blahak.