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Weniger Sport, mehr Arbeit, viel Dank für Ruder-Meisterschaft auf Mosel

Rudermeisterschaft auf der Mosel : Weniger Rennen, mehr Arbeit, viel Dank

Die südwestdeutschen Rudermeisterschaften in Trier fanden als erste rheinland-pfälzische Ruderregatta statt. Zwei Vizetitel für Nachwuchs des RV Treviris Trier.

„Es war eine Herausforderung.“ Wenn Antje Schnoor über die Organisation der südwestdeutschen Rudermeisterschaften unter Corona-Bedingungen spricht, merkt man, dass die Vorsitzende Sport des Rudervereins Treviris Trier (RVT) froh ist, dass die Veranstaltung am vergangenen Samstag reibungslos über die Bühne ging. Die Vorbereitungsarbeiten waren allerdings enorm. Der Regatta platz musste mit Absperrgittern abgegrenzt werden und natürlich die Kontaktdaten aller Beteiligten registriert werden. „Als wir das so geplant haben, sind wir tatsächlich an die 350 Personen ran gekommen, die bis vergangenen Dienstag als Höchstgrenze gültig waren (Anmerkung: seitdem 500)“, erzählt Schnoor. Etwa die Hälfte waren dabei Sportler. Der Rest Betreuer, Trainer, Schiedsrichter und Helfer.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt. „Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Alle waren froh, dass etwas stattgefunden hat“, erzählt Schnoor. Dass die südwestdeutschen Meisterschaften nur arg reduziert und nur in Kleinbooten ausgetragen wurden, nahmen die Sportler aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland dabei gerne in Kauf.

Lea Kaden und Paulina Luxa belegte im Zweier ohne Steuermann den zweiten Platz in der Altersklasse der 15- und 16-Jährigen bei den südwestdeutschen Ruder-Meisterschaften in Trier. Foto: Holger Teusch

Für die Ruderer der Region Trier sprangen dabei zwei Vizetitel heraus. Bei den Juniorinnen B (15 und 16 Jahre) belegten Lea Kaden und Paulina Luxa den zweiten Platz. Das RVT-Duo lag im Zweier ohne Steuermann nach 1000 Metern nur drei Sekunden hinter den Koblenzern Meiline Boczula und Elena Günthner. Noch knapper ging es in dieser Bootsklasse bei den Junioren A (Jahrgänge 2002/03) zu. Das RVT-Boot mit Nicolas Pauli und Valentin Wiering lieferte sich einen Zweikampf mit dem Duo aus Treis-Karden. Am Ende mussten sich die Gastgeber nur um gut eine Sekunde geschlagen geben.

Im einzigen Männer-Rennen, in der südwestdeutsche Titel vergeben wurden, dem Einer, musste sich Vorjahres-Leichtgewichtsmeister Matthias Bleser diesmal mit dem vierten Platz zufrieden geben. Allerdings: Wegen des eingeschränkten Programms gab es keine Einteilung nach Gewichtsklassen, so dass das Leichtgewicht von der Rudergesellschaft Trier gegen die schwereren und muskulöseren Athleten antreten musste. „Ich musste im Vorlauf schon 110 Prozent geben, da ich die 20 Kilogramm mehr Muskelmasse der Gegner ausgleichen musste“, erklärte der 20-Jährige. Deshalb sei er mit dem vierten Platz zufrieden. Im Qualifikationsrennen verwies Bleser Joshua Breuer vom Saarburger Ruderclub (SCR) knapp auf den dritten Platz, so dass der 19-Jährige nicht im Finale mit dabei war.

Nicolas Pauli (links) und Valentin Wiering vom RV Treviris Trier belegte im Zweier ohne Steuermann bei den 17- und 18-Jährigen den zweiten Platz hinter dem Boot aus Treis-Karden (im Hintergrund) bei den südwestdeutschen Rudermeisterschaften in Trier. Foto: Holger Teusch

Die Kinder (Altersklasse bis 14 Jahre) habe man bewusst aus der Meisterschaftswertung herausgelassen und nur bei der parallel ausgetragenen Trierer Herbstregatta starten lassen. Sonst hätte man statt sogenannter Abteilungs-Rennen Vor- und Finalläufe durchführen müssen. Dann wäre für die Mädchen und Jungen aber kein Start mehr im Zweier oder Vierer möglich gewesen, erklärt Benedikt Schwarz: „Das gibt das Reglement nicht her.“ Der Landestrainer, der auch die RVT-Leistungsruderer betreut, freute sich, dass auch von anderen Rudervereinen der Region wie Saarburger Ruderclub oder Bernkasteler RV Nachwuchs am Start war. „Das ist gut, damit die Region mehr Schlagkraft bekommt“, sagt der 33-Jährige.

Ergebnisse Herbstregatta:

Gerorg Tenbusch (links) und Tim Eddicks vom RV Treviris Trier waren zwei der Nachwuchsruderer, die bei der Trierer Herbstregatta mit südwestdeutschen Meisterschaften die einzige Startmöglichkeiten im Corona-Jahr 2020 hatten. Foto: Holger Teusch

Frauen, Doppelzweier: 3. RVT (Geib, Müller-Ruchholtz).

Junioren-Mixed-Doppelvierer: 2. RVT (Kaden, Luxa, Pauli, Wiering).

Mädchen, 12 Jahre, Einer, 1. Abt.: 1. Elena Schweisthal (BRV). 2. Abt.: 2. Janna Friedrich (BRV). 14 Jahre, 1. Abt.: 1. Emma König (RVT). 3. Abt.: 2. Emely Benning (SRC), 3. Sarah Haeger (SRC). 4. Abt.: 3. Ava Eddicks (RVT). 12/13 Jahre, Doppelzweier: 1. BRV (Friedrich, Schweisthal).

Jungen 12 Jahre, Einer, 1. Abt.: 3. Julius Meier (RVT). 2. Abt.: 3. Max Nymphius (RVT). 14 Jahre, Einer, 1. Abt.: 3. Georg Tenbusch (RVT). 3. Abt.: 2. Cornelius Eisner (RGT). 13/14 Jahre, Doppelzweier: 2. RVT (Eddicks, Tenbusch).

Abkürzungen: Abt. = Abteilung, BRV = Bernkasteler Ruderverein, RGT = Rudergesellschaft Trier, RVT = Ruderverein Treviris Trier, SRC = Saarburger Ruderclub

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