Wiedergutmachung steht für die Gladiators Trier an erster Stelle

Kostenpflichtiger Inhalt: Zweite Basketball-Bundesliga : Wiedergutmachung steht für die Trierer Gladiators an erster Stelle

Trierer sind nach der Auswärtspleite in Karlsruhe gegen Schlusslicht Ehingen gefordert – Trainer Held warnt sein Team eindringlich.

Auf zu einer neuen Siegesserie? Vor dem Heimspiel in der zweiten Basketball-Bundesliga am heutigen Freitagabend, ab 19.30 Uhr, in der Arena gegen Ehingen Urspring hat das für Christian Held keine Priorität. Der Trainer der Römerstrom Gladiators Trier fordert vielmehr vor dem Duell mit dem Tabellenletzten von der Donau, dass „wir wieder zu unseren Stärken zurückfinden und unseren Fans eine gute Vorstellung bieten“.

Beim jüngsten 76:99 in Karlsruhe – der ersten Niederlage nach zuvor sechs Siegen in Folge – lief aus Sicht der Gladiators so einiges schief. „Wir haben zumindest in der ersten Halbzeit viel zu wenig dagegengehalten“, sagt Held im Rückblick. Karlsruhe habe seinem Team mit Athletik und Physis den Schneid abgekauft. Bei aller Kritik an der Darbietung seiner Mannschaft gibt der Trierer Trainer aber auch zu: „Karlsruhe hat es am Samstag auch einfach sehr gut gemacht.“

Vom miesen Tabellenplatz der Ehinger lässt sich Held nicht blenden: „Auch sie werden wie Karlsruhe um jeden Ball,  jeden Zentimeter und jede Millisekunde kämpfen. Leicht sind solche Aufgaben nicht.“ Zumal bei den Gladiators Spielmacher Kevin Smit weiter an einer Schulterverletzung laboriert und ausfällt.

Zählten die Ehinger in der vergangenen Saison noch zu den Überraschungen in der Pro A und kämpften sich trotz bescheidener finanzieller Möglichkeiten bis in die Playoffs vor, hat das Team von Headcoach Domenik Reinboth nach den Abgängen einiger namhafter Akteure aktuell besonders mit dem Ausfall von Leistungsträger Daniel Monteroso zu kämpfen. Im Hinspiel Ende Oktober gegen die Gladiators (69:76) zog sich der frühere US-College-Spieler einen Kreuzbandriss zu. Seitdem verloren die Württemberger neun von elf Partien. Haushoch musste sich das Urspring-Team einige Male geschlagen geben, darunter mit 67:101 gegen Aufsteiger Schwenningen oder mit 63:91 im Vergleich mit den ebenfalls im Tabellenkeller steckenden Karlsruhern. Auch das 75:99 in Paderborn war zuletzt deutlich. „Wir können nur noch härter trainieren und müssen Konstanz in unser Spiel bekommen“, sagte Reinboth nach der dritten Niederlage in Folge. 21 Ballverluste leistete sich seine Mannschaft und damit einmal mehr zu viel.

Der für Monteroso nachverpflichtete Shooting Guard Cullen verzeichnet mit durchschnittlich 13,8 Punkten zumindest eine solide Ausbeute und ist auf Anhieb zum neuen Topscorer der Ehinger avanciert.

Christian Held wird nicht müde, vor dem Schlusslicht zu warnen – gerade vor dem Hintergrund des desaströsen Karlsruhe-Spiels: „Wir dürfen uns nicht vom Druck und der Energie von Ehingen beeindrucken lassen. Wenn eine solche Mannschaft ihren Rhythmus findet, wird es ganz schnell sehr schwer für uns.“

Held ist überzeugt davon, dass beim sehr jungen Ehinger Team „irgendwann der Knoten platzt – aber bitte nicht bei uns“.

Ein Heimsieg wäre für die Gladiators heute umso wichtiger, da sie anschließend gleich zwei mal auswärts ranmüssen. Bereits am Dienstag steht das Gastspiel beim Spitzenreiter in Chemnitz an, am Sonntag danach folgt das Duell in Leverkusen.

Übertragen wird die Partie der Gladiators am heutigen Abend gegen Ehingen im Livestream auf der Website www.airtango.live