Regionaler Basketball: „Wir haben versagt“: Bitburg hat an desaströser Halbzeit zu knabbern

Regionaler Basketball : „Wir haben versagt“: Bitburg hat an desaströser Halbzeit zu knabbern

Die Oberliga-Damen brechen in Bad Bergzabern nach der Pause ein. Die MJC-Herren verkraften dagegen einen Ausfall gut.

WNBL, Vorrunde Gruppe 4

BSG Basket Ludwigsburg – SG Royals Südwest 70:52 (30:25)

Ludwigsburg hat die Pflichtaufgabe gegen die SG Royals Südwest gemeistert. Mit dem Erfolg haben die Baden-Württemberger den dritten Platz abgesichert. Beste Korbjägerin bei den Royals war mit Abstand Romy Brück (19 Punkte). Die SG verharrt mit einem Sieg aus fünf Partien auf dem fünften und damit vorletzten Platz der Gruppe.

NBBL

Young Gladiators Trier - RheinStars Köln 36:84

Das lief anders als erhofft: Trier musste sich deutlich gegen Köln geschlagen geben. Triers Trainer Kevin Ney war vor allem mit der Offensivleistung unzufrieden: „Wir hatten Schwierigkeiten mit der Ballzirkulation. Dazu entfachte Köln viel Druck, die RheinStars sorgten bei uns für eine ganze Reihe Turnover.“

Im ersten Viertel trafen die Nachwuchs-Gladiatoren nur einstellig, auf der anderen Seite ließen sie viele Fastbreak-Punkte zu. Die Kölner nutzten die Schwächen der sonst ordentlichen Trierer Defensive eiskalt aus.

Dazu kam neuerliches Verletzungspech auf Seiten der Trierer: Christopher Blüggel kam ungünstig auf dem Fuß auf, Tom Demmer musste an der Hand behandelt werden. Wie schwer die Verletzungen der beiden sind, ist aktuell noch nicht absehbar. Weil Markus Zock dann noch mit fünf Fouls vom Parkett musste, waren die Wechselmöglichkeiten auf ein Minimum gesunken.

Regionalliga Damen

TV Hofheim 2 gegen MJC Trier 83:62 (42:31)

Trier kam schlecht ins Spiel und lag nach dem ersten Viertel mit 8:19 hinten. Danach wurde die MJC-Offensive besser, aber in der Defensive schafften es die Moselanerinnen nicht, die Intensität zu erreichen, die das Team im bisherigen Saisonverlauf ausgezeichnet hat. Resultat war zwar im zweiten und dritten Viertel ein Spiel auf Augenhöhe, ohne dass die MJC aber den Rückstand verringern konnte. Das änderte sich auch am Schluss nicht. „Hofheim war der bisher mit Abstand stärkste Gegner. Schade, dass wir nicht in bestmöglicher Besetzung und leider auch nur mit einer eingeschränkten Vorbereitung in diese Begegnung gehen mussten. Unter der Woche gab es Probleme mit dem Licht in der AVG-Halle“, sagte MJC-Trainer Michael Edringer.

Punkte Trier: Helena Edringer (9), Mara Eischens-Keilen (0), Denise Kirsche (4), Carmen MacLeanen (4), Milla MacLeanen (6), Birte Maisel (10), Alexandra Ritter (7), Elia Ros Cutrinas (10), Denise Thieltges (12)

Oberliga Herren

TVG Baskets Trier - ASC Theresianum Mainz 2 70:54 (34:28)

Nach der Niederlage in der Vorwoche ist der TVG Baskets Trier wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Moselaner starteten furios, nach zehn Minuten stand’s 26:9. Mainz hatte immense Schwierigkeiten mit der Zonenverteidigung der Gastgeber. „Das schnelle Umschalten war der Knackpunkt für den Start-Ziel-Sieg der Jungs. Wir haben dem Gegner unser Spiel aufgezwungen, und davon erholten sich die Mainzer zu spät“, sagte TVG-Trainer Björn Grünewald.

Die Gäste entschieden das zweite Viertel für sich (19:8), doch das Aufbäumen kam zu spät. Trotz eines Schlagabtausches schafften es die Landeshauptstädter nicht mehr, den Abstand zu verringern. Grünewald: „Zwei Faktoren waren ausschlaggebend für diesen Sieg. Zum einen die Tatsache, dass wir unsere Identität in der Defensive wieder gefunden haben und zum anderem die starke Leistung aller Akteure.“

Punkte Trier: Beckers (5), Biegel (13), Degen (0), Ernzerhoff (4), Freudenreich (9), Geisen-Krischel (0), Jöchel (13), Laudor (11), Paulmann (3), Reelitz (12)

MJC Trier - TV Illingen 77:57 (37:31)

Nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in Völklingen und Treis-Karden ist den MJC-Herren ein Heimsieg gelungen. Bei der MJC fehlte Antero Graser, der mit einem Kreuzband- und Meniskusriss für den Rest der Saison ausfällt. Wieder zurück im Aufgebot waren dagegen Kapitän Christian Hubor und Tim Jarre.

Dass Trier mit einer knappen 20:17-Führung in die Viertelpause ging, lag vor allem an Jarre und Denis Zubov, die in dieser Phase neun Punkte beisteuerten.

Illingens Liga-Topscorer Jonas Schikorski erzielte dank einer guten Verteidigung von Max Bretz und Jarre erst in der 19. Minute seine ersten Punkte.

Im dritten Viertel schaffte es die MJC, sich das erste Mal deutlich abzusetzen. Sie ging mit einer 16-Punkte-Führung in den Schlussabschnitt. Durch clevere Rotationen in der Offensive und mit vielen offenen Distanzwürfen spielten die Moselaner die Partie souverän runter.

„Gerade nach Anteros Verletzung mussten wir uns als Mannschaft erst einmal neu sortieren. Wir haben das über weite Phasen hinweg gut gemacht“, sagte MJC-Trainer Andreas Warmke.

Für Trier erzielten Denis Zubov (24) und Henrik Konermann (14) die meisten Punkte.

Oberliga Damen

MJC Trier II – SC Lerchenberg 54:42 (17:25)

Trier startete etwas holprig in die Partie, da die MJC auf einige Spielerinnen aus gesundheitlichen Gründen verzichten musste. Die Moselanerinnen hatten vor allem im Abschluss große Probleme. Nach der Pause startete Trier jedoch dank einer starken Defensivarbeit und eines großen Willens eine Aufholjagd. Die Folge: ein Zehn-Punkte-Vorsprung nach dem dritten Viertel, den die MJC bis zum Ende nicht mehr hergab.  „Wir konnten das Spiel nur drehen, weil wir mit vereinter Kraft um jeden Ball gekämpft und vor allem in der Verteidigung als Team agiert haben“, berichtete MJC-Trainerin Iris Jodes.

TV Bad Bergzabern - TV Bitburg 67:33 (22:26)

Der TV Bitburg hat aufgrund einer desaströsen zweiten Halbzeit eine empfindliche Niederlage kassiert. Das erste Viertel begann ausgeglichen (4:4), dann aber verzeichnete Bad Bergzabern einen 8:0-Lauf.

Guter Teambasketball gepaart mit solider Laufarbeit brachte Bitburg besser ins Spiel – zur Pause führten die Gäste mit 26:22.

Nach 24 Minuten Spielzeit verlor Bitburg den Faden. Die Eifelerinnen ließen die Grundlagen des Basketballs komplett außer Acht. Bitburg verlor die beiden Schlussviertel mit 5:21 und 2:24.

„Was in der zweiten Halbzeit in den Köpfen meiner Spielerinnen ablief, ist schwer nachzuvollziehen. Alles was uns in den bisherigen Spielen ausgezeichnet hat, war nicht mehr vorhanden. Wir haben im Kollektiv versagt“, sagte TVB-Coach Johannes Pütz

Punkte Bitburg: Roller (8), Friedrich (8),  Mayer (2), Kaufmann (2), Rohden (6), Ewald (4), Welter (0), Kail (3) (red)