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Wittlich: Gut gepresst und kombiniert: Säubrenner schlagen Dörbach

Wittlich : Gut gepresst und kombiniert: Wittlich schlägt Dörbach verdient

Kreisliga B II: Säubrenner legen mit starker erster Hälfte den Grundstein für ihren Sieg im Spitzenspiel und dürfen sich über ein 4:2 freuen.

In einem temporeichen und intensiven Spiel, das phasenweise A-Liga-Charakter besaß, drängte der SV Wittlich auf die frühe Führung, doch Burak Sözen hatte bei einem Schuss an den Pfosten zunächst Pech (4.). Dörbach versteckte sich nicht – im Wissen, dass auch Wittlich defensiv verwundbar ist, wenn man es unter Druck setzt.

Tino Wittkowsky war es dann aber, der einen Schuss von Nick Stülb, den Dörbachs Torwart Christian Puderbach nur abklatschen konnte, aus zentraler Position abstaubte – 1:0 (16.). Dörbach hielt dagegen, hatte in einem Distanzschuss von Simon Bösen aus der zweiten Reihe, der zur Ecke geklärt wurde, und durch Julian Gröner gute Gelegenheiten auszugleichen. Felix Schottler scheiterte am guten SVW-Keeper Julius Benz.

Nach einem Diagonalpass von Yannick Schon zog der wieselflinke und technisch sehr beschlagene Stülb von der linken Strafraumgrenze aus spitzem Winkel zum 2:0 ab (26.). Wittlich ging früh ins Pressing und setzte den Dörbacher Abwehrverbund wirkungsvoll unter Druck. Das Ergebnis waren meist planlos nach vorn gespielte Bälle des SVD, die Marco Läsch oder David Schmitt problemlos abliefen. Zwei gute Gelegenheiten aber hatten die Gäste noch, als nach Linksflanken von Manuel Bemsch Tim Jakobs und Schottler verpassten. Stülb und Spielertrainer Fatih Sözen hätten die Führung der Säubrenner vor der Pause noch ausbauen können, ihre Schüsse flogen allerdings am Tor vorbei.

Die Gäste aus dem Salmtal kamen mit frischem Schwung aus der Kabine, wurden aber nach fünf Minuten kalt erwischt. Stülb ließ zwei Gegenspieler und dann auch noch Puderbach elegant aussteigen und schloss überlegt und technisch überragend zum 3:0 ab (50.). Weil Wittlich danach zu viel zuließ und die Gier nach dem vierten Tor vermissen ließ, kam Dörbach nach Flanke von Bemsch durch ein Kopfballtor von Schottler ins Spiel zurück (56.). Der SVD drängte anschließend auf zweite Tor, Simon Bösens Hammer parierte Benz im Wittlicher Kasten (76.) aber. Die Entscheidung fiel in der Schlussphase, als Schiedsrichter Wolfgang Weckmann ein Handspiel eines Dörbachers gesehen haben wollte und auf den Punkt zeigte. Burak Sözen schickte Puderbach zum 4:1 in die falsche Ecke (86.). Für Ergebniskosmetik sorgte in der Nachspielzeit Dörbachs Jakobs, der einen von Serdar Kahyaoglu verursachten Handelfmeter zum 4:2-Endstand ins Netz setzte.

Dörbachs Spielertrainer Jannik Scheit meinte, dass „wir in der ersten Halbzeit einiges vermissen gelassen haben. In der zweiten Hälfte war es aber über weite Strecken gut, was meine Mannschaft auf den Rasen brachte. Knackpunkt war das 0:3 fünf Minuten nach der Pause. Da haben wir zu wenig Zweikampfverhalten gezeigt. Gegen so eine spielstarke Mannschaft wie Wittlich musst du über 90 Minuten hellwach sein – das haben wir heute leider nicht geschafft“.

SVW-Spielertrainer Fatih Sözen sah einen „verdienten Sieg. Wir haben in der ersten Halbzeit bestimmend gespielt, sehr gut gepresst und gut kombiniert. Nach den verletzungsbedingten Umstellungen von Ismail Kahyaoglu und David Schmitt haben wir an Tempo verloren, Dörbach hat die zweite Welle gestartet. Mit dem Elfmetertor von Burak war das Spiel aber entschieden.“

SV Wittlich – SV Eintracht 66 Dörbach 4:2 (2:0)

Wittlich: Julius Benz – Serdar Kahyaoglu, Ismail Kahyaoglu (46. Tobias Böhmer), Marco Läsch, David Schmitt (63. Aziz Kahyaoglu), Ridvan Osta, Yannick Schon, Burak Sözen, Tino Wittkowsky, Nick Stülb (60. Alexander Schaaf), Fatih Sözen.

Dörbach: Christian Puderbach – Tobias Barzen, Simon Boesen, Aron Gilz, Manuel Bemsch (88. Jannik Scheit), Kevin Macat, Kilian Berg, Lars Kohlei, Felix Schottler (82. Christoph Stoffel), Julian Gröner, Tim Jakobs.

Schiedsrichter: Wolfgang Weckmann (Piesport) - Zuschauer: 150 

Tore: 1:0 Tino Wittkowsky (16.), 2:0, 3:0 Nick Stülb (26., 50.), 3:1 Felix Schottler (56.), 4:1 Burak Sözen (86. Handelfmeter), 4:2 Tim Jakobs (90.+3 Handelfmeter)