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Fußball
Sensation in Salmrohr: FSV schlägt Favorit FK Pirmasens mit 1:0

Christopher Ludy (Pirmasens,vorn) versucht, den Ball gegen Salmrohrs Kader Toure zu behaupten. Am Ende hat Underdog Salmrohr die Nase vorn und besiegt den klaren Favoriten Pirmasens mit 1:0.
Christopher Ludy (Pirmasens,vorn) versucht, den Ball gegen Salmrohrs Kader Toure zu behaupten. Am Ende hat Underdog Salmrohr die Nase vorn und besiegt den klaren Favoriten Pirmasens mit 1:0. FOTO: Sebastian J. Schwarz
Salmrohr. Im Kampf um den Klassenverbleib in der Oberliga hat sich der FSV Salmrohr noch nicht aufgegeben – und am Mittwochabend mit dem FK 03 Pirmasens den hohen Favoriten in die Knie gezwungen. Von Andreas Arens

Der Tabellenzweite aus der Südwestpfalz hatte von Beginn an ein klares Plus an Ballbesitz und spielerische Vorteile, konnte damit aber nur wenig anfangen. Einzig die Tempo-Dribblings von Jonas Singer brachten die Salmrohrer Abwehr in den ersten 45 Minuten ins Schwitzen – und die eine gute Möglichkeit aus der 26. Minute. Da fand Christian Schubert mit einem Pass in die Tiefe die Lücke in der Hintermannschaft des Tabellenletzten, Dennis Krob scheiterte aber am stark per Fuß reagierenden FSV-Schlussmann Philipp Basquit. Im Spiel nach vorne verzeichnete Salmrohr einige gute Ansätze; mal fand ein Eckball von Niklas Lames aber keinen Abnehmer in der Mitte (19.) oder war Marco Michels nach Steilpass von Jakub Jarecki zu überrascht (29.).

Die Gäste machten auch in der  zweiten Hälfte keinen echten Druck, wirkten uninspiriert. Salmrohr konnte sich immer wieder befreien.

Der FSV, bei dem (auch) die angeschlagenen Marco Unnerstall, Nils Habscheid und Peter Schädler passen mussten, hatte trotzdem Glück, dass nach einer Ecke der Kopfball von Marco Steil nicht saß. Lucas Abend klärte auf der Torlinie (59.).

Bereits Mitte der zweiten Hälfte hatte FKP-Coach Peter Tretter sämtliche Wechseloptionen gezogen – ein Beleg dafür, wie wenig zufrieden er mit dem Auftritt seiner Schützlinge war. Besser wurde es nach den Hereinnahmen nicht. Im Gegenteil: Lucas Abend hebelte mit seiner Rechtsflanke die Pirmasenser Hintermannschaft aus - und Jakub Jarecki traf im Nachsetzen zum 1:0 (70.). Mit Glück und Geschick verteidigte der FSV das 1:0 bis zum Abpfiff – und darf noch auf den Klassenverbleib hoffen.

FSV-Trainer Lars Schäfer lobte die diesmal einwandfreie Einstellung seiner Schützlinge: „Das war eine Drehung um 180 Grad gegenüber dem 0:2 gegen Dudenhofen. Wenn wir so weitermachen, können wir es noch packen.“ Restlos bedient war sein Gegenüber Peter Tretter: „Mit solch einer Vorstellung braucht bei uns niemand von der Regionalliga träumen. Das war noch nicht einmal Oberliga-Niveau von uns.“

Salmrohr: Basquit – Abend, Düpre, Eichhorn, Bohr – Lames, Irsch, Touré (87. Bernard), Jarecki – Michels (84. Hammou), Ozoh (77. Almeida).

Pirmasens: Kläs – Cissé, Steil, Osee, Schubert (54. Martin)– Grünnagel, Singer, Becker, Rebmann (46. Ludy)– Freyer (67. Kazaryan), Krob.

Schiri: Dominik Spang (St. Ingbert)

Zuschauer: 191

Tor: 1:0 Jarecki (70.)