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200 Meter: Brendel verfehlt Finale und Quotenplatz

200 Meter: Brendel verfehlt Finale und Quotenplatz

Im Kampf um die Canadier-Quotenplätze für Olympia 2012 haben die deutschen Kanuten bei der WM in Szeged den nächsten Rückschlag hinnehmen müssen. Nach dem Vorlauf-Aus wegen eines Paddelbruchs im Einer über 1000 Meter verfehlte Sebastian Brendel über 200 Meter knapp das Finale.

Im Kajak-Einer der Damen verpasste Nicole Reinhardt über die selbe Distanz den Endlauf. Um die Medaillen kämpfen am Sonntag dagegen über 200 Meter Ronald Rauhe im Kajak-Einer, Rauhe/Jonas Ems und Carolin Leonhardt/Conny Waßmuth im Kajak-Zweier, Björn Wäschke/Stefan Kiray im Canadier-Zweier sowie Lydia Weber im Canadier-Einer.

Brendel will sich nächstes Jahr im Mai in Duisburg bei der kontinentalen Ausscheidung den Quotenplatz im Canadier-Einer sichern. Erst einmal muss der Europameister aber die völlig missglückte WM verdauen. „Um das Boot in die Ecke zu stellen ist zu wenig Zeit“, sagte der 23-Jährige. „Es bringt nichts, wenn man den Kopf in den Sand steckt wegen der WM hier. Ich bin noch jung, das wird nicht meine letzte WM sein, auch wenn es trotzdem ärgerlich ist.“

Wie Brendel schied auch Nicole Reinhardt in einer olympischen Bootsklasse über 200 Meter aus. Die Vierer-Olympiasiegerin hat aber noch am Samstagnachmittag über 500 Meter die Chance, dem Verband einen Startplatz für London zu sichern.

Nachdem wegen Krankheit von Kostja Stroinski der nicht-olympische Kajak-Zweier über 500 Meter vom Finale abgemeldet werden musste, gab es nun erneut schlechte Nachrichten. Vierer-Schlagmann Marcus Groß ist krank und muss durch Paul Mittelstedt ersetzt werden. Damit fährt der Kajak-Vierer beim WM-Finale über 1000 Meter in neuer Besetzung. Zeit zum Einfahren hat das deutsche Quartett auch nicht, denn Mittelstedt darf zuvor sein 500-Meter-Finale im Kajak-Einer laut Reglement nicht auslassen.