Auftaktsiege für deutsche Hockey-Teams bei Heim-EM

Auftaktsiege für deutsche Hockey-Teams bei Heim-EM

Mit wertvollen „Dreiern“ sind Deutschlands Hockey-Teams in die Heim-EM gestartet. Die Auswahl von Herren-Bundestrainer Markus Weise besiegte in Mönchengladbach dank Treffern von Thilo Stralkowski (42.), Florian Fuchs (51.) und Jan-Marco Montag (57.) Belgien mit 3:1 (0:0).

Im Anschluss machten auch Michael Behrmanns Damen durch das souveräne 3:0 (2:0) über Irland einen wichtigen Schritt auf dem Weg ins Halbfinale. Natascha Keller (2.), Fanny Rinne (23./Siebenmeter) und Julia Müller (47.) schossen in der ziemlich einseitigen Begegnung die Tore.

„Ich bin hochzufrieden. Vor allem nach der Halbzeitpause waren meine Spieler voll da und haben letztlich auch verdient gewonnen“, urteilte Weise. Gegen den unbequem zu spielenden Weltranglisten-13. Belgien hatte sein Team wie zuletzt eigentlich immer einige Probleme. Zwar agierte die DHB-Mannschaft von Beginn an überlegen, spielte aber gegen die ganz auf Defensive und Konter bedachten Gäste anfangs kaum klare Einschussmöglichkeiten heraus. Angesichts der enormen Bedeutung war die Auftaktpartie auch von großer Nervosität geprägt.

Nach dem Wechsel gelang dem favorisierten Gastgeber dann endlich auch der finale Pass. Erst Stralkowski nach Steilpass von Oliver Korn und dann Youngster Fuchs nach Traumpass von Benjamin Wess vollendeten gekonnt. Aber auch der starke Keeper Max Weinhold musste einige Male sein Können zeigen. Bei Jérome Dekeysers Eckentor (55.) war er jedoch machtlos. Zum Glück funktionierte aber auch die deutsche Strafecke. Gleich die erste saß: Das Geschoss des Kölners Montag, der von den Mitspielern beim Jubel kaum zu halten war, brachte die Entscheidung. „Es war nicht einfach, aber wir haben nicht verkrampft und sind jetzt sehr glücklich“, sagte Montag nach seinem 200. Länderspiel.

Leichter fiel den DHB-Damen ihr erster Sieg bei der EM. Kellers früher Treffer nach nur 75 Sekunden wirkte befreiend für Behrmanns verjüngte Truppe, in der sich vor allem die „Oldies“ gut in Szene setzen. Rekord-Nationalspielerin Keller holte den Siebenmeter heraus, den Spielführerin Rinne sicher zur Vorentscheidung verwandelte. Nach der Pause war nach Müllers Strafeckentreffer endgültig alles klar für die DHB-Damen, die schon am Sonntag wieder gegen England ran müssen. „Das war ein guter Start, aber wir haben noch Luft nach oben“, sagte Behrmann, der dabei schon an das schwere England-Spiel gedacht haben dürfte. „Vor allem in der Chancenverwertung ist noch mehr drin.“

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