Biedermann: „Egal, wer Bundestrainer ist“

Biedermann: „Egal, wer Bundestrainer ist“

Paul Biedermann ist unbeeindruckt vom bevorstehenden Ende der Amtszeit von Schwimm-Bundestrainer Dirk Lange.

„Das ist ja jetzt endlich geklärt, jetzt kann man sich wieder auf den Sport konzentrieren. Personalien interessieren mich nicht“, sagte der Weltrekordler bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal. Am wichtigsten sei für ihn weiterhin Heimtrainer Paul Embacher. „Mein Trainer bleibt für mich die Nummer eins, da ist es mir egal, wer Bundestrainer ist“, erklärte der 25-Jährige aus Halle/Saale.

Derzeit klären der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) und Lange die finanziellen Modalitäten eines Aufhebungsvertrages. Der 48-Jährige ist in Wuppertal nicht anwesend und äußert sich auch nicht mehr zu sportlichen Fragen. Sein 2008 geschlossener Vertrag läuft noch bis Ende 2012. Bis zu den Olympischen Spielen in London wird es nach Aussage von DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow keinen neuen Bundestrainer geben, Langes Aufgabenbereich soll auf mehrere Schultern verteilt werden.

Biedermann gewann seinen Vorlauf über 200 Meter Freistil locker in 1:46,75 Minuten. „Für den Vorlauf war das ganz okay. Hier zählt nur die EM-Qualifikation. Ich hoffe, dass bei der EM die internationale Konkurrenz am Start ist“, sagte der Europameister, der im Vorjahr bei der DM eine überraschende Niederlage gegen den Hamburger Markus Deibler kassiert hatte. Schnellster aller Vorläufe war der Berliner Tom Siara (1:46,66). Biedermanns Freundin Britta Steffen lag über 100 Meter Freistil in guten 53,01 Sekunden vor Daniela Schreiber (53,13).

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