Das sportliche Jahr 2011 in Zitaten

Das sportliche Jahr 2011 in Zitaten

Die Nachrichtenagentur dpa hat die unterhaltsame und aussagekräftige Zitate aus dem Sportjahr 2011 zusammengestellt.

„Er ist die Ikone - und ich kann dieser Ikone nicht widersprechen. Er darf das sagen, aber ob es die Wahrheit ist, ist etwas anderes.“ (Der ehemalige Bayern-Trainer Louis van Gaal am 22. Januar zu Aussagen von Bayern-Präsident Uli Hoeneß)

„Ich versuche, mein Auto so zu behandeln wie eine Frau.“ (Formel-1-Pilot Lewis Hamilton am 4. Februar in Berlin bei der Vorstellung des neuen McLaren-Rennwagens)

„Er ist unkompliziert und einfach - fast so wie die Traumfrau sein sollte.“ (Skirennfahrer Christof Innerhofer aus Italien am 14. Februar in Garmisch-Partenkirchen nach WM-Silber in der Kombination über seinen drittplatzierten Teamkollegen Peter Fill)

„Ich bin jetzt leider nicht Weltmeisterin geworden. Aber eine totale Pleite war es mit zwei Bronzemedaillen auch nicht.“ (Skirennfahrerin Maria Riesch am 19. Februar nach Platz vier im Slalom)

„Immer schön warm duschen, auch wenn ich kein Warmduscher bin.“ (Skispringer Michael Uhrmann am 25. Februar auf die Frage, wie er sich bei der WM in Oslo vor einer Erkältung schützt)

„Ich kenne in Garmisch überhaupt keinen, der gegen Olympia ist.“ (Die ehemalige Skirennfahrerin Rosi Mittermaier am 2. März am Rande des Besuchs der IOC-Evaluierungskommission in München)

„Ich leide jetzt schon fast an Blutarmut.“ (Eisschnellläuferin Claudia Pechstein am 10. März nach ihrem 3000-Meter-Rennen bei WM in Inzell, nachdem ihr zuvor bei Doping-Kontrollen vier Röhrchen Blut abgenommen worden waren)

„Ich bin kein Schönwettercoach. Ich sehe keinen Grund, etwas zu ändern und werde meinen Vertrag erfüllen.“ (Der damalige Schalker und jetzige Wolfsburger Trainer Felix Magath am 11. März)

„Manche geben einen Ring, ich gab ihr einen Stein.“ (Der belgische Radprofi Johan Van Summeren, der seiner Freundin nach dem Sieg bei Paris-Roubaix am 10. April mit der Pflasterstein-Trophäe in der Hand einen Heiratsantrag machte)

„Ich bin kein Superstar. Ich bin nicht Paris Hilton. In meiner Heimatstadt Darmstadt spricht mich kein Mensch an, wenn ich durch die Straßen gehe. Nur einer. Und der sagt: Sie haben falsch geparkt.“ (Tennisspielerin Andrea Petkovic am 19. April beim WTA-Turnier in Stuttgart)

„Was die Jungs geleistet haben, ist nicht in Worte zu fassen. 32 Mal über sich hinauszuwachsen, ist Wahnsinn.“ (Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem vorzeitigen Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft am 30. April)

„Daum hat die Nase voll!“ (Fan-Gesang der Anhänger vom FSV Mainz 05 gegen Ende der Partie am 30. April gegen Eintracht Frankfurt)

„Für die Mainzer kommt das gleich nach der Mondlandung.“ (FSV-Manager Christian Heidel am 7. Mai über den Einzug in die Europa League)

„Als Spieler eine Legende, als Präsident eine Tragödie.“ (Gegen Kölns Ex-Clubchef Wolfgang Overath gerichtetes Spruchband am 14. Mai)

„Das sind absolute Maschinen.“ (Fußball-Nationaltorhüterin Nadine Angerer am 20. Mai über die Spielerinnen von Nordkorea)

„Das ist meine erste Barbie. Das sagt ja wohl schon eine Menge aus.“ (Fußball-Rekordnationalspielerin Birgit Prinz am 9. Juni über eine ihr nachempfundene „Barbie“ zur Frauen-WM)

„Ich will, ich will, ich will, aber es will nicht, wie ich es will.“ (Tennisprofi Philipp Kohlschreiber am 24. Mai nach seinem Erstrunden-Aus bei den French Open in Paris)

„Leider ist die FIFA ein Museum, ein großes Museum.“ (Argentiniens Idol Diego Maradona am 4. Juni in Dubai über die Funktionärsriege beim Fußball-Weltverband FIFA)

„Ich bin kein Diktator, wie das zu lesen war.“ (FIFA-Präsident Joseph Blatter am 27. Juli)

„Ich habe eine wilde Entschlossenheit bei der FIFA gespürt, etwas zu verändern.“ (Sylvia Schenk, Vorstandsmitglied von Transparency International, am 19. Oktober)

„Er hat überall Zeichen von Saugglocken, er sieht aus, als ob er mit einem Oktopus geknutscht hätte.“ (Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm am 17. Juli bei der WM in Shanghai über die Folgen der chinesischen Behandlungsmethoden bei Nationalspieler Florian Naroska)

„Franck hat auch mit Gipsbein trainiert - Wahnsinn.“ (Bayern-Trainer Jupp Heynckes am 5. August über Franck Ribéry)

„Franck ist nur ein einziger Muskel.“ (Hertha-Abwehrspieler Christian Lell am 15. Oktober nach dem 0:4 in München über Ribéry)

„Auf dem Platz Weltklasse, außerhalb Kreisklasse.“ (Der frühere Nationalmannschafts-Teamchef Rudi Völler am 24. August über Buch-Autor und DFB-Kapitän Philipp Lahm)

„Das Buch ist gedruckt, deswegen kann ich jetzt nichts mehr rausnehmen.“ (Lahm am 30. August auf die Frage, ob er nach dem ganzen Wirbel sein Buch nochmals schreiben würde)

„Wegen so eines Lausbubens ändern wir die Regel nicht.“ (Helmut Digel, deutsches Mitglied im Council des Leichtathletik- Weltverbandes IAAF, am 29. August bei der WM über die Regeldiskussion nach Usain Bolts Fehlstart beim 100-Meter-Finale)

„Ich war um 3.18 Uhr in meinem Zimmer und um 3.20 Uhr außer Gefecht. Länger ging nicht mehr, ich war kaputt.“ (Diskus-Weltmeister Robert Harting am 31. August zu seiner Titelparty in Daegu)

„Das ist der schwärzeste Tag in der Geschichte unseres Sports.“ (Der Präsident des Eishockey-Weltverbandes, Rene Fasel, am 7. September nach dem Flugzeugabsturz des russischen Erstligisten Lokomotive Jaroslawl, bei dem mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen waren, darunter auch der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich)

„Ich glaube, dass die mich auspfeifen, weil ich hübsch, reich und ein großer Spieler bin. Sie beneiden mich.“ (Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo am 14. September nach permanenten Pfiffen gegen ihn und ständigen „Messi, Messi“-Rufen beim 1:0-Sieg Madrids in Zagreb)

„Was ich in Shanghai empfunden habe, waren Peinlichkeit, Schwäche und Scham.“ (Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen am 16. September in Berlin über ihre vorzeitige Abreise von der WM in China)

„Mein derzeitiger Energielevel reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein und insbesondere die Mannschaft und den Verein in ihrer sportlichen Entwicklung voranzubringen.“ (Ralf Rangnick am 22. September zur Begründung seines Rücktritts als Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04)

„Das macht süchtig. Es gibt nichts anderes in meinem Leben, das mir so eine Genugtuung gibt.“ (Sebastian Vettel am 10. Oktober, einen Tag nach dem Gewinn seines zweiten Formel-1-Titels)

„Man zieht die Hose runter und das Leibchen hoch. Und so steht man vor dem Kontrolleur.“ (Basketball-Nationalspieler Heiko Schaffartzik am 19. Oktober im Bundestags-Sportausschuss über Eingriffe in die Intimsphäre bei Dopingkontrollen)

„Meine Mutter hat zu mir gesagt: Und fahr nicht so schnell. Da konnte ich nur antworten: Ja, Mutter, das geht aber nicht so einfach.“ (Formel-1-Rennfahrer Timo Glock am 27. Oktober zu den Sorgen seiner Mutter nach den tödlichen Unfällen in der IndyCar-Serie und der Motorradserie MotoGP)

„Das wollen wir nicht, dass Deutschland das neue Holland ist, sonst würden wir bei Turnieren immer nur Zweiter bei den Endspielen.“ (Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff auf die Frage eines niederländischen Reporters vor dem 3:0 der deutschen Fußballer über die Holländer am 15. November)

„Tote gab es noch nie in unseren Stadien. Wenn es so weitergeht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Tote gibt.“ (DFB-Richter Hans E. Lorenz am 24. November in Frankfurt zum Pokalausschluss für Dynamo Dresden wegen der schweren Krawalle von Fans des Zweitligisten in Dortmund)

„Er ist ein bisschen so gefallen, als ob er erschossen wurde. Sonst hätte es wohl Elfmeter gegeben.“ (Freiburgs Profi Felix Bastians am 26. November zu einem Foul des Hoffenheimers Isaac Vorsah an Anton Putsila, für das der Freiburger Gelb wegen einer Schwalbe bekam)

„Was mach ich jetzt? Zehn WM-Titel wollte ich schon mal holen. Aber jetzt muss ich mir ja schon wieder neue Ziele setzen.“ (Biathletin Magdalena Neuner am 13. März in Chanty-Mansijsk nach dem Gewinn von Staffel-Gold, ihrem insgesamt zehnten WM-Titel)

„Im Grunde habe ich nichts mehr, was ich noch gewinnen muss.“ (Neuner am 28. November im Interview der Nachrichtenagentur dpa)

„Schau'n mer mal, erst mal leben.“ (Neuner am 18. Dezember zu ihren Zukunftsplänen nach dem Karriereende 2012)

„Es ist das schönste Amt, aber ich habe nie geglaubt, nur schöne Stunden zu erleben. Damit werde ich fertig, aber es kostet enorm viel Kraft. Da kann man nicht erwarten, dass das in einem Johannes- Heesters-Alter noch geht.“ (Theo Zwanziger am 5. Dezember über seinen angekündigten Rückzug als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes)

„Es gibt ja sogar 25-jährige Skiläuferinnnen, die sich das gönnen.“ (Zwanziger am 7. Dezember über ein Leben nach der Karriere in Anspielung auf den angekündigten Rücktritt von Magdalena Neuner)

„Er bekommt ein Bussi von mir.“ (Bayern-Präsident Uli Hoeneß nach dem 3:0-Erfolg am 16. Dezember gegen den 1. FC Köln auf die Frage, ob Trainer Jupp Heynckes nach der Herbstmeisterschaft ein extragroßes Weihnachtsgeschenk bekomme)

„Danke an die Sportjournalisten. Ihr habt zum ersten Mal bewiesen, dass Ihr etwas von Basketball versteht.“ (Dirk Nowitzki am 18. Dezember nach seiner Wahl zum „Sportler des Jahres“)

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