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Deibler holt WM-Ticket, Koch scheitert

Deibler holt WM-Ticket, Koch scheitert

Jubel bei Steffen Deibler, Enttäuschung bei Marco Koch: Beim Schwimmfest in Paris nutzte der 23 Jahre alte Student aus der Hansestadt seine „zweite Chance“, um sich noch das Ticket zu den Weltmeisterschaften in Shanghai (16. bis 31. Juli) zu ergattern.

Mit 52,03 Sekunden blieb er über 100 Meter Schmetterling bereits im Vorlauf unter der vom Deutschen Schwimmverband (DSV) geforderten WM-Norm (52,25). Im Finale siegte er dann mit 52,47 Sekunden. „Respekt, eine starke Vorstellung“, lobte Dirk Lange (Berlin), Disziplintrainer Schwimmen im DSV, die Leistung des vierfachen Kurzbahn-Europameisters aus Hamburg. Allerdings konnte der gebürtige Oberschwabe die Weltjahresbestzeit des Berliners Benjamin Starke (51,65) nicht gefährden.

Bereits am Samstag hatte Steffen Deibler seine gute Form unter Beweis gestellt, als er bereits im Vorlauf über 50 Meter Schmetterling mit 23,34 Sekunden den zwei Jahre alten nationalen Rekord von Johannes Dietrich (Wiesbaden) um 9/100 Sekunden verbessern konnte. Im Finale belegte er dann mit 23,42 Sekunden Rang drei.

Dagegen konnte sich Marco Koch aus Darmstadt nicht mehr für die WM in China qualifizieren. Der Kurzbahn-Europameister scheiterte trotz eines zweiten Platzes in 2:13,73 Minuten über 200 Meter Brust an der DSV-Norm (2:11,35). Er musste wie Steffen Deibler in Paris nachsitzen, da er wegen einer Rückenverletzung bei den Deutschen Meisterschaften vor drei Wochen statt im Finale zu starten, sich ins Krankenhaus begeben musste.

Neben dem Erfolg von Deibler gab es an der Seine nur noch einen weiteren DSV-Sieg. Die Berlinerin Dorothea Brandt setzte sich überraschend mit 24,81 Sekunden über 50 Meter Freistil durch. Dazu kamen insgesamt sechs zweite und acht dritte Ränge für die DSV-Vertreter, die damit eine ansprechende WM-Generalprobe zeigten. Über 100 Meter Freistil schrammte Weltmeister Cesar Cielo mit 48,26 Sekunden nur um 2/100 Sekunden an der Weltjahresbestzeit des Frankfurters Marco di Carli vorbei. Dafür erzielte der Brasilianer mit 21,66 Sekunden über die halb so lange Distanz eine Weltjahresbestzeit.