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Deutsche Kanuten dominieren bei EM: Vier Siege

Deutsche Kanuten dominieren bei EM: Vier Siege

Die deutschen Kanuten haben sich bei den Europameisterschaften in Spanien in eindrucksvoller Form gezeigt. In den Finals über 1000 Meter holte sich das Team um Weltmeister Max Hoff vier Siege. Dazu gab es einen zweiten Rang und zwei dritte Plätze.

Der Kölner Hoff gewann wie im Vorjahr bei der Heim-EM in Brandenburg im Kajak-Einer. Im Canadier-Einer sicherte sich Sebastian Brendel (Potsdam) seinen ersten großen Titel. Die Peking-Olympiasieger Andreas Ihle/Martin Hollstein bejubelten den Erfolg im Kajak-Zweier. Als Sieger meldete sich der Kajak-Vierer der Herren zurück, der bei der WM im Vorjahr durch Algen gebremst hinterher fahren musste.

Bei den Olympischen Spielen 2008 paddelten Ihle/Hollstein zum überlegenen Gold. Im Vorjahr stimmte es nicht mit der Gesundheit und der Form, beide schafften es nicht ins Nationalteam. Umso eindrucksvoller meldeten sich die beiden in dieser Saison zurück und schoben sich auch in die Favoritenrolle für die Weltmeisterschaften vom 19. bis 22. August in Posen/Polen. Den EM-Sieg holten sie praktisch aus dem Training heraus. „Daher war auch ein bisschen Ungewissheit da, wie weit wir vorne landen können“, sagte Ihle, der den Endeinsatz von Hollstein lobte. „Martin konnte noch mal ziehen wie ein Ochse.“

Hoff, der einstige Wildwasser-Weltmeister, hatte in Asturien den Auftakt gemacht. Er setzte sich vor dem Weißrussen Aleh Jurenja und dem Dänen René Holten Poulsen durch. „Ich ärgere mich noch ein bisschen über den Start. Das war nicht wie er sein sollte“, sagte der Welt- und Europameister des Vorjahres. Mit zunehmender Renndauer spielte er seine Stärke aus. „Es wird von Jahr zu Jahr nicht einfacher. Alle sind auf Olympia 2012 fokussiert. Aber auch bei mir ist noch Einiges möglich.“

Für Brendel war es in der Disziplin, die früher vom dreimaligen Olympiasieger Andreas Dittmer dominiert wurde, der erste große Titel. Der 22-Jährige gewann vor dem französischen Vize-Weltmeister Mathieu Goubel und dem Ungarn Pal Sarudi. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte der Potsdamer, in dessen Erfolgsbilanz bei WM und EM bislang viermal Silber und viermal Bronze standen.

Riesengroß war die Enttäuschung nach der WM-Finalschlappe vor einem Jahr, jetzt präsentierte sich der Vierer wieder in Goldform. Norman Bröckl, Hendrik Bertz, Marcus Groß (alle Berlin) und Tim Wieskötter (Potsdam) machten Vorfreude auf den Saisonhöhepunkt. Denn die EM, so Athen-Olympiasieger Wieskötter, sei nur eine „Durchgangsstation“ auf dem Weg nach Posen.

Zum zweiten Rang reichte es für Franziska Weber im Kajak-Einer über den Kilometer. Im Kajak-Zweier steuerten Tina Dietze und Carolin Leonhardt einen dritten Rang bei. Das gelang auch dem Canadier-Vierer. Leer ging der Canadier-Zweier mit Erik Leue und Thomas Lück auf Platz sechs aus.