Deutsche Schützen verpassen weitere Olympia-Plätze

Deutsche Schützen verpassen weitere Olympia-Plätze

Die deutschen Schützen haben zum Abschluss des Heim-Weltcups in München die Olympia-Quotenplätze 14 und 15 verpasst.

Julia Hochmuth aus Ludwigsburg zog bei ihrer Weltcup-Premniere mit der Luftpistole nach 387 Ringen zwar als starke Dritte ins Finale ein. Dort versagten ihr dann aber die Nerven. Mit nur 88,5 Ringen musste sie sich am Ende mit Rang acht begnügen. „Ich habe mit allen Einstellungen noch nicht den richtigen Trick gefunden“, sagte Hochmuth enttäuscht. Den Sieg sicherte sich die Französin Stephanie Tirode (488,3 Ringe).

Bei den Männern verfehlten Julian Justus (Homberg/Ohm), Nicolas Schallenberger (Laudenbach) und Daniel Brodmeier (Niederlauterbach) als 13., 24. und 27. knapp das erhoffte Ziel. Den Sieg sicherte sich der Chinese Xing Lan.

Insgesamt holten die deutschen Schützen in der bayerischen Landeshauptstadt durch Sonja Pfeilschifter (Ismaning) mit dem Sportgewehr und Christian Reitz (Raunheim) mit der Schnellfeuerpistole zwei Siege. Olympiasieger Ralf Schumann (Stockheim) wurde hinter Reitz Zweiter, Brodmeier hatte im Gewehr-Liegendkampf den dritten Platz erreicht. Schumann und Tino Mohaupt (Suhl) mit dem Luftgewehr erkämpften zudem die Olympia-Quotenplätze zwölf und 13 für Deutschland.

Sportdirektor Heiner Gabelmann zog nach Abschluss der Wettkämpfe ein positives Fazit. „Wir haben mit vier Medaillen, davon zweimal Gold, entschieden besser abgeschnitten als bei Olympia 2008 in Peking“, sagte Sportdirektor Heiner Gabelmann. Vor drei Jahren gab es in ebenfalls zehn Entscheidungen mit Gewehr und Pistole nur dreimal Edelmetall, ohne Gold. Damit erfüllten seine Sportler die Pflicht, die Kür blieb aber vor heimischer Kulisse aus. „Ich hatte ohnehin nur drei Quotenplätze erhofft“, meinte Gabelmann.

In den Kleinkaliberdisziplinen gibt es bei den Europameisterschaften in Belgrad Anfang August die letzte Möglichkeit, sich noch einen Olympia-Startplatz zu sichern. In den Luftdruckdisziplinen können die letzten Quotenplätze bei der EM im Frühjahr in Finnland geholt werden.

Doch Sportdirektor Gabelmann ist die Masse der Quotenplätze nicht so wichtig. „Wir werden nicht unbedingt jede Startmöglichkeit etwa über Doppelstarts oder Quotenplatztausch besetzen“, sagte er. „Wir wollen lieber mit viel Qualität in London antreten, mit Schützen, die mindestens eine Endkampf-, möglichst aber sogar eine reelle Medaillenchance haben.“

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